Zwischen Weihnachten und Neujahr produzieren Schweizer Haushalte viel mehr Müll. Aber Weihnachten ginge auch ressourcenschonender. Und weniger verschwenderisch. Wir haben es bereits letzte Weihnachten ausprobiert und feiern dieses Jahr noch minimalistischer. In diesem Sinne: Happy (fast) Zero Waste Christmas.
Seien wir ehrlich: Wir brauchen eigentlich nichts mehr. Deshalb haben auch viele Erwachsene die Schenkerei abgeschafft. Aber wir haben Kinder. Und Kinder sollen ihre Geschenke bekommen. Trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, rund um die Festtage den Abfallberg im Griff zu behalten. Hier ein paar davon:
Alternative zum Einwegchristbaum.
Fangen wir dort an, wo Weihnachten für alle irgendwie anfängt und ein paar Tage und dürre Äste später auch wieder aufhört: beim Weihnachtsbaum. Diesen kann man auch im Topf mieten, wenn man ihn nach den Feiertagen nicht wegwerfen will, wie die 1.2 Millionen Bäume, die jedes Jahr nach Weihnachten in der Schweiz verbrannt werden. Wir leihen unseren beispielsweise bei Ecosapin oder bei Oh Tannenbaum.
Natur-Deko oder Deko-Kiste.
Naturmaterialien wie Zweige, Tannenzapfen, Moos, Beeren oder Blätter kann man direkt im Wald holen und nach Weihnachten in den Kompost oder in die Grünabfuhr legen. Wer sein Deko-Material jede Weihnachten von Neuem hervorholt, statt alles wieder neu kauft, kann auch eine Weihnachts-Deko-Kiste anlegen.
Kleine statt grosse Geschenke.
Wir schenken uns meist nur ganz kleine Aufmerksamkeiten (die diesjährige Grenze: 20 Franken) statt grosse Gesten. Da fällt schon mal immens viel Geschenkpapier weg.
Gebrauchtes statt neue Geschenke.
Was, wenn wir innerhalb der Familie nichts Neues mehr anschaffen, sondern Gebrauchtem einem neuen Besitzer schenken und umgekehrt?
Gutscheine statt neue Geschenke.
Dieses Jahr werden wir einander sogar nur Zeit in Form von Gutscheinen schenken. Zeit zu zweit, Zeit für ein famoses Dinner, Zeit für sich alleine, Zeit für einen guten Film. Zeit, welch ein Luxus.
Selbstgemachtes statt neue Geschenke.
Auch wunderbar: Selbstgemachtes. Zum Beispiel selbstgemachter Sirup. Oder Konfitüre. Guetzli oder ein Bild aus gepressten Blumen. Nicht zu vergessen: die ultimativen Badebomben.
Upcycling Geschenkverpackungen.
Packpapier statt Cellophanfolie verwenden. Und: Geschenkpapier kann man wunderbar ein zweites Mal verwenden, wenn man das Geschenk entsprechend pimpt: Restwolle für Pompoms, Zeitungspapier, alte Atlanten, alte Plastiktiere, alte Handtücher: Alles kann zu einem wunderbar stylischen Geschenkpapier verwandelt werden.
Menü- und Einkaufsplanung.
Meist kaufen die Leute über Weihnachten und Silverster mehr ein, weil sie die zwei Tage Ladenschluss als zwei Wochen empfinden. Entsprechend landet viel zu viel Essen im Müll. Deshalb gilt im Vorfeld zu überlegen, was man mit den übrig gebliebenen Speisen anstellen will: zu einem neuen Menü verwerten, einfrieren, etc.
Kartonboxen wiederverwenden.
Wir behalten oft die Kartonboxen, in denen wir Geschenke erhalten haben. Die brauchen wir für unser nächstes Tadah-Postkarten-Set, das verschickt wird. Also nicht wundern, wenn bei uns nicht drin ist, was drauf steht.