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Tadah

Pimp your Terrasse: Einrichtungs-Inspiration und Bepflanzungstipps für unser Freizimmer.

Manchmal bleiben wir lieber daheim im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse, statt in die Badi zu gehen. Das nervenschonendere Programm: Beine ins Bassin halten und uns an dem einen oder anderen schönen Eckchen erfreuen. Inspiration, wie man eben diese mit Gartenmöbeln und Accessoires richtig schön einrichtet, haben wir dieses Jahr bei Interio gefunden. Und wie es am schönsten grünt und blüht, hat uns Landschaftsarchitektin Anna Willkommen verraten.

Eine Kooperation mit unseren Partnern von    

 

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Anna Willkommen ist Landschaftsarchitektin und hat aus ihrem Freizimmer, also ihrem Balkon ein wunderschönes Hideaway gezaubert. 
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Der Sommer ist schon fast da. Die Badi – zumindest für uns – aber noch fern. Mit zwei Kindern im Flügeli-Alter mögen wir momentan nicht ins eiskalte Seewasser stehen, beide abwechslungsweise vor dem Ertrinkungstod retten oder den Sand wieder aus den Mündern klauben. Kurz: Wir präferieren momentan unseren Garten oder unsere Terrasse.

Die Blumentöpfe stehen bereit, die frische Erde ebenso. Und die Ideen, wie wir es uns draussen auch möbeltechnisch gemütlich machen wollen sowieso. Landschaftsgärtnerin und Gartengöttin Anna Willkommen hatte auf unsere Anfängerinnen-Fragen in Sachen Terrassen-Pimpen eine Antwort. Und das Möbelhaus Interio für jede Ecke etwas Schönes. Für unsere Interio Editors' Picks einfach runterscrollen.

Wettbewerb: Wir verlosen zusammen mit Interio unser absolutes Lieblingsstück aus ihrer diesjährigen Gartenkollektion. Und zwar den Jersey Loungechair im Wert von CHF 223.20. Augen auf bei Facebook.

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Es ist Ende Mai. Was gibt es jetzt auf Balkon, Terrasse oder im Garten zu tun?
Nach den Eisheiligen Mitte Mai können nun alle Kübelpflanzen auf Terrasse und Balkon ziehen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt für den Einkauf der Sommerblumen für sämtliche Kästen und Töpfe, denn das Pflanzenwachstum ist in vollem Gange. Bis Anfang Juni können Sommerblumen und einjährige Ranker wie schwarzäugige Susanne oder Prunkwinde direkt in die Töpfe gesät werden. Wichtig: ausreichend düngen und wässern. Ein gutes Substrat ist zwar kein Garant, aber immerhin die Voraussetzung für blühfreudige Pflanzen. Und: Im Fachhandel gibt es inzwischen auch hervorragende torffreie Erden.

Was ebenfalls nach draussen zieht: Alte und neue Garten- und Balkonmöbel. Oft wird vergessen, dass ebendiese Möbel ebenfalls gepflegt werden wollen. Zunächst bedürfen sie einer gründlichen Reinigung. Holzmöbel sollten mit einem speziellen Holzreiniger behandelt und anschliessend geölt werden. Danach heisst es eigentlich nur noch: Her mit allen Accessoires, mit den Lichterketten, den Vasen, den Outdoor-Kissen. Es braucht nämlich gar nicht immer die grosse Investition, um es sich draussen gemütlich zu machen: Wenn man sich mit Pflanzen ein schönes Hide Away zaubert, ist eine Feuerschale, ein schöner Sessel und schöne Teelichter oft schon genug.

Welches sind die schönsten Sommerpflanzen, wenn man nicht ganz soviel Platz hat?
Auf einen Südbalkon können alle sonnenhungrigen Sommerblumen, Stauden und Kräuter ziehen. Thymian, Salbei und Lavendel sind pflegeleicht und bringen neben ausdauernder Blüte auch noch betörenden Duft mit. Zudem sind sie mehrjährig und überwintern mit ein wenig Schutz draussen. Kombiniert werden kann mit Stauden und Gräsern wie Sommersalbei, Mädchenauge und Federgras. Ergänzend wirken Sommerblumen (Geranien, Petunien, Margeriten oder die majestätische Canna).

In halbschattigen oder schattigen Lagen ist die Auswahl etwas geringer. Hier können Blattfarben und -strukturen die Hauptrolle spielen. Funkien, Purpurglöckchen oder Gräser (Carex in Arten) kommen zusammen mit Sommerblumen wie Begonien und Fuchsien zur Geltung. Hortensien sind Dauerblüher für den Halbschatten.

Kletterpflanzen wie Clematis (z.B. C. tangutica, C. Hagley Hybriden) und wilder Wein eignen sich für alle Standorte. Für sie empfiehlt sich eine Unterpflanzung, da sie einen schattigen Fuss bevorzugen.

Für alle ohne grünen Daumen: Welche Pflanzen sind einfach zu ziehen?
Da Balkon und Terrasse relativ kurz Saison haben, bietet sich der Kauf von Topfpflanzen im Fachhandel an. Sukkulente wie Fetthenne und Hauswurz sind sehr anspruchslos. Aber auch viele Kräuter sind echte Hungerkünstler. Altbewährt aber nie aus der Mode sind die Geranien. Ihre Vielfalt in Formen und Farben erstaunt mich immer wieder.

Und von welchen Pflanzen sollten wir gescheiter die Finger lassen, weil die Kleinen dann eben ihre Finger nicht davon lassen?
Unter den Kübelpflanzen und Balkonblumen gibt es zahlreiche giftige Arten, wie beispielsweise den Oleander. Hier sollte man sich beim Kauf im Fachhandel beraten lassen. Wichtiger finde ich jedoch, die Kindern frühzeitig in die Arbeit mit den Pflanzen einzubeziehen. Ich habe meinen Kindern erklärt, welche Pflanzen bei uns wachsen, dass man keine Blätter oder Blüten abreisst und Beeren nur aus den Händen der Erwachsenen oder mit ausdrücklicher Erlaubnis zu pflücken sind.

Hanging Baskets – ist das was?
Auch hier sollte die Auswahl nach dem Standort getroffen werden. Wirkungsvoll ist das Zusammenspiel von verschiedenen Texturen in Blatt und Blüte. Bei der Farbwahl ist weniger mehr. Ich würde maximal drei Farben und deren Nuancen kombinieren. Am besten, man arrangiert stehende und hängende Arten zusammen.

Was aber sicher gut ankommt, besonders bei den Kindern: die Bepflanzung mit Erdbeeren. Sorten wie «Camara», «Cupido» oder «Siskeep» tragen den ganzen Sommer Früchte.

 

Gartenmöbel mit natürlichen Materialien wie Holz bringen zusätzliche Wärme.

 

Ein paar Tipps, um es sich draussen auf kleinem Raum gemütlich zu machen?
Gemütlich wird es, wenn es auf allen Ebenen grünt. Mit Hilfe von Kletterpflanzen, Hanging Baskets, Töpfen und Kästen kann man einen grünen Rahmen schaffen, der die nötige Intimität bringt und gleichzeitig alle Sinne anregt. Gartenmöbel mit natürlichen Materialien wie Holz bringen zusätzliche Wärme und die Balkonmöbel können mit Kissen und Stoffen gepimpt werden. Lichterketten und Windlichter verlängern am Abend die Freude am Freizimmer.