Wenn man sein Daheim nach einer systematischen Methode wie Konmari aufräumt, gewinnt man zwei entscheidende Einsichten. Erstens und nichts Neues: Man setzt sich mit dem leidigen Thema des «Zuviel-Besitzens» auseinander. Zweitens: Wir lernen, dass wir nicht neue Strategien benötigen, mit deren Hilfe wir noch mehr Sachen möglichst platzsparend unterbringen. Sondern, wo wir weniger Material besser zugänglicher verstauen.
Alltagsroutinen besser organisieren klingt grossartig. Damit Ordnung zu halten sowieso. Auch wir sind vor ein paar Jahren der Aufräum-Methode von Marie Kondo verfallen. Und haben es seither fast im Griff. Fast deshalb, weil wir noch immer viel zu viele Dinge besitzen und auch verstauen müssen. Und es gibt immer einen Korb voller Dinge, bei denen wir schlicht nicht wissen, wo zum Teufel wir sie unterbringen sollen. Und wenn das «Wo» des Verstauens mal geklärt wäre, kommt das «Wie»?
Wer keine Zeit zum lesen hat, kann auch schauen: IKEA hat einen Online-Aufräum-Workshop à la Marie Kondo gemacht, den Du Dir via You Tube anschauen kannst.
Jetzt aber alles der Reihe nach: Aufräumen nach System erlebt zur Zeit einen regelrechten Hype - die Pandemie hat uns nach Hause verbannt. Und dieses Zuhause musste nun auch Arbeit, Freizeit und Familie gerecht werden. Kurz: alle waren daheim und zwar immer. Das sorgt für Unordnung, bedingt neue Routinen oder eben Aufräum-Methoden.
Fast jede Ordnungs-Methode hat das Aussortieren zum Ziel. Man stellt sich also immer die Frage: Was brauche ich wirklich?
Es gibt Prinzipien für eine minimale Garderobe, Ideen für ein minimalistisches Zuhause, Ordnungs-Coaches und vieles mehr. Ganz gleich, für welche Methode man sich entscheidet, man sortiert meist erst mal nach System aus, hat danach also immer weniger Dinge als vorher. Und überlegt sich: Was brauche ich wirklich?
Weniger ist mehr, aber auch das «Weniger» will gut, schön, praktisch und zugänglich verstaut sein. Voilà - hier ganz viel Inspiration für ein aufgeräumtes, minimalistischeres und damit nachhaltigeres Zuhause.

Kinder sollen alles erreichen können, was sie brauchen. Ihre Spielsachen sollen zugänglich sein, damit sie direkt loslegen können. Wenn alles seinen Platz hat, ist es hinterher auch einfach(er), alles wieder an ebendiesen zurückzustellen. Damit das Kinder- oder Spielzimmer nicht gestapelt ist mit Kisten, kann man auch diese hübsch verstauen. TROFAST Aufbewahrung mit Boxen

Wohin mit der täglichen Post, damit sie auch für jedes Familienmitglied einsehbar ist? Grossartige Idee: Einen Tellerhalter als Parkplatz für Post umfunktionieren.
RINNIG Tellerhalter

Mehrweg- statt Einwegboxen: Wer einen Unverpack-Laden um die Ecke hat, kann gleich mit den eigenen Boxen einkaufen gehen. Etwas aufwändiger, aber sehr nachhaltig: die Boxen auch zum Grossverteiler mitnehmen und Fisch und Fleisch von der Theke in die eigene Box einpacken lassen. Und auch zum Take-Away das eigene Geschirr mitnehmen, so spart man Unmengen an Plastik.
Diverse Vorratsdosen

Die Kleider, die man für den nächsten Tag herauslegt, haben oft auch kein Plätzli. Wie wäre es, sie an eine gut zugängliche, niederhängende Decke zu hängen?
Diverse Kleiderstangen

Es muss nicht immer alles in Schubladen. Gerade fürs (kreative) Home Office kann man die Wand vor sich entsprechend nutzen: Mit einer Lochplatte und dazugehörigen Boxen oder anderen Tools.
SKÅDIS Lochplatten

Oberkästli gibt es nicht nur für die Küche. Im Arbeitszimmer können sie ebenfalls für Ordnung sorgen, indem man den Kleinkram (in Boxen verstaut) oder unschöne Ordner dort verstaut und in einem unteren Kästchen jene Sachen, die zugänglicher sein müssen und eventuell auch eine schönere Gattung machen, wenn man sie sieht.
IVAR Schrank-Module

Mit transparenten Behältern sorgt man dafür, dass keine Lebensmittel mehr im Kühlschrank verderben, weil man sie vergisst.
365+ Vorratsbehälter

Es ist der Kleinkram, der uns wahnsinnig macht. Das Ziel ist es nicht, alles Herumliegende in kleine Bötchen zu werfen und dort dann wieder zu vergessen, sondern Dinge und damit Böxchen thematisch zu ordnen.
RAGGISAR Korbset

Jedem Putz-Thema seine Box. Apropos: Boxen mit Griffen sind ideal, um den Schrank mit all den Reinigungsutensilien zu organisieren. Die kann man leicht hervorziehen und weiss: das Vogelfutter ist ganz bestimmt NICHT in der Box der Küchenreinigungsmittel.
RISATORP Korb, VARIERA Box

Haltbarmachen ist nachhaltig. Ob trocknen oder einlegen - Vorräte kann man selbst herstellen und damit die Erde ein wenig besser machen, weil man zumindest für diese Sachen auf Verpackung verzichten kann und keine Lebensmittel verschwendet, sondern haltbar macht.
KORKEN, nachhaltige Einmachgläser und -flaschen

Geschlossene Aufbewahrung hat viele Vorteile. Kleiner Trick: Eine Box immer Leerlassen und dort alles reinschmeissen, das tagsüber für Unordnung sorgte. Diese Box einmal die Woche aufräumen und die Dinge wieder je an ihr zuständiges Plätzli verräumen.
KALLAX Regal mit Boxen

Ab zum Unverpack-Laden wie Chez Mamie oder anderen Reform-Häusern mit eigenen Behältern und Boxen.
Diverse Behälter

Jedes Kind verstaut seine Bastel- oder Malsachen in einer Box. Und am Ende der Kreativ-Session: ab in den Schrank oder ins Regal damit.
RISATORP Körbe
