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Tadah

#mom2mom: Deborah Garbely.

Debora fühlte sich nach ihrem ersten Kind unbesiegbar, unsicher und überfordert gleichzeitig. Mittlerweile ist sie Mutter von zwei Teenagern und wird lediglich nervös wegen lauter, schneller und schlechter Musik. In der Theorie zumindest. Für die Praxis wiederum tankt sie Energie beim Yoga.

Tadah: Wie hat sich dein Leben verändert, als du Mutter wurdest (Im Guten und im Schlechten)?
Nach der Geburt meiner Erstgeborenen fühlte ich mich körperlich unbesiegbar, gleichzeitig sehr unsicher und zeitweise auch überfordert. Es dauerte bis ich in der Rolle der Mutter ankam. Der Unterschied vom selbstbestimmten Leben  zum Fremdbestimmten war wohl die grösste Hürde für mich.

Steckbrief
NAME
Debora Garbely

KIDS
Noel (14, w), Leon (11, m)
WORK-LIFE-BALANCE
50% selbständige Haarvirtuosin, 50% daheim

Findest du Elternratgeber wertvoll? Und wenn ja, welche? (Hat ein Buch deinen Erziehungsstil beeinflusst?)
Largo und Rita Messmer lagen in den Kleinkinderjahren bei uns im Regal - jedoch nicht so oft in unseren Händen. Meine Mutter, mein Mann  und mein Bauchgefühl waren wohl die besten Erziehungsratgeber. Im Moment lese ich das Buch von Heidemarie Brosche «Warum es nicht so schlimm ist, in der Schule schlecht zu sein». Der Satz «Sehen Sie zu, dass Sie sich Ihr wunderbares Verhältnis zu Ihren Söhnen durch die blöde Schule nicht kaputt machen lassen!» blieb bei mir hängen. Ich sehe nun den restlichen Schuljahren etwas gelassener entgegen.

Welchen Ratschlag würdest du einer Mutter geben, die ihr erstes Kind erwartet?
Geniesse dein selbstbestimmtes Leben, deinen Partner und alle blähenden Lebensmittel.

Wann und warum wusstest du, dass der Vater deiner Kinder der Vater deiner Kinder werden wird?
Ich wusste es eigentlich sehr schnell. Er strahlt enorme Ruhe und Sicherheit aus. Wir sind ein tolles Team.

Hast du je gedacht: das schaff ich nicht? Und wenn ja, in welcher Situation? Und wie hast du sie gemeistert?
Klar gab es Momente der Überforderung. Meine Familie war immer für mich da. Ich musste lernen um Hilfe zu bitten und sie anzunehmen.

 

Geniesse dein selbstbestimmtes Leben, deinen Partner und alle blähenden Lebensmittel.

 

Hast du manchmal ein schlechtes Gewissen deinen Kindern gegenüber?
Nein.

Darf man als Mutter lügen? Und wenn ja, wann und wieso?
Ich erwarte von meinen Kindern, dass sie ehrlich sind. Das lebe ich ihnen auch vor.

Was landet auf keinen Fall in eurem Kinderzimmer?
Ein Fernseher.

Euer Lieblingskinderbuch?
Barbapapa.

Wie sieht ein idealer Tag mit deinen Kindern aus? Und wie einer «dieser» Tage?
Zeit ist ein wertvolles Gut, wenn man mit Teenagern zusammenlebt. Ich geniesse es, wenn wir keine Termine oder Pläne haben. Tage an denen wir uns nur die Klinke in die Hand geben mag ich weniger.

Welche Charaktereigenschaften soll dein Kind von dir haben?
Freundlichkeit, Ehrlichkeit und eine Prise Verrücktheit.

Was wirst du deinem Kind nie erzählen? Und warum nicht?
Muss man seinen Kindern immer die ganze Wahrheit erzählen? In Portionen serviert und dem Alter angepasst.

Was ist Eure nächste Feriendestination?
Dänemark.

Wofür gibst du am meisten Geld aus?
Für die Steuern.

Wie ähnlich bist du deiner eigenen Mutter?
Sehr, jedoch war sie allein erziehende Mutter von drei Kindern mit einem 80% Prozent Pensum. Dafür bewundere ich sie.

Was inspiriert dich?
Menschen die den Mut haben anders zu sein.

Was macht dich nervös?
Laute, schnelle, schlechte, Musik.

Wie und wo tankst du für den nächsten Tag Energie?
Yoga hat sich als sehr wirkungsvoll erwiesen.

Hat sich deine Einstellung zu deiner Karriere geändert, seit du Mutter bist?
Die Prioritäten in meinem Leben haben sich durch die Kinder verschoben. Es war nie wirklich ein Problem. Ich habe nun wieder mehr Zeit zum arbeiten und geniesse es!

Welcher Mutter möchtest du das Wort übergeben und wieso?
An Andrea. Die Arbeit mit ihr an verschiedenen Theaterproduktionen hat mich sehr inspiriert, sie ist ein Vorbild. Andrea meistert den Balanceakt als Alleinerziehende von zwei Töchtern und ihrem Job hervorragend.

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