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Mami oder Papi: Wer ist in Schweizer Haushalten für was zuständig?

Eine Swiss Life-Studie aus dem Jahr 2019 zeigt: Der Anteil an Teilzeit arbeitenden Müttern ist viel höher als jener von Vätern. Zudem sind Väter zufriedener, wenn sie selbst mehr arbeiten. Für das Gefühl der Selbstbestimmung der Frauen sind Teilzeitmodelle wichtiger als für Männer. Fakten, die so nicht überraschen. Spannend ist jedoch: Doch wie spiegelt sich diese Erkenntnisse in der Kinderbetreuung wider? Wer macht was in Schweizer Haushalten?

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Teilzeitarbeit hat viele Vorteile. Und doch ist die Zufriedenheit der Väter grösser, wenn sie selbst mehr arbeiten – das zeigt die Teilzeitstudie von Swiss Life. Man kann also sagen, dass viele Väter noch immer an alten Rollenbildern festhalten und sich in der Rolle als Ernährer der Familie wohlfühlen.

Was uns direkt zur Rolle der Frau und Mutter bringt: Ist sie demnach hauptsächlich für die Kinderverantwortung verantwortlich? Uns interessiert: Wer wechselt hauptsächlich Windeln, spielt Verstecken oder singt Schlaflieder? Wer bleibt daheim, wenn das Kind krank ist?

Die Corona-Pandemie hat die Thematik der Rollenbilder nicht unter den Teppich gekehrt – wahrlich nicht. Sie hat sie uns im Gegenteil noch einmal richtig vor Augen geführt. In aller Deutlichkeit hat die Krise gezeigt: Wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns in Sachen Rollenmuster, Teilzeitarbeit und damit Vereinbarkeit.

50,9%

In über 50% aller Haushalte spielen Herr und Frau Schweizer beide mit ihrem Kind. Des weiteren sind es 43,3% Haushalte, in denen nur die Mutter mit den Kindern spielt und 4,7%, in denen nur der Vater spielt.
Tadah_Swisslife_krank

73,9%

Ist das Kind krank, bleibt bei über 70% der Familien die Mutter zuhause. Bei 18,7% wechseln sich die Eltern ab und bei 4,9% sind es die Väter, die daheimbleiben.

Tadah_Swisslife_schlafen

64,4%

der Eltern bringen ihre Kinder gemeinsam oder abwechselnd zu Bett. In 25,4% der Schweizer Haushalte sind es nur die Mütter und in 8,7% der Haushalte sind es nur die Väter.

Tadah_Swisslife_Hausaufgaben

Der Grossteil der Hausaufgaben-Betreuung machen die Mütter – 54,5% nämlich. Nur 8,6% der Väter sind hier alleine involviert. In 34,4% der Haushalte teilen sich die Eltern diesen Job.

54,5%

Tadah_Swisslife_Kita

47,1%

der Mütter bringen die Kinder in die KiTa, den Kindsgi oder die Schule. In 9,1% der Fälle erledigt dies der Vater, 39,1% machen es gemeinsam.

Tadah_Swisslife_Probleme

Über Probleme sprechen in den meisten Schweizer Haushalten (69,1%) beide Eltern mit ihren Kindern. Haushalte, in denen nur die Mutter Probleme diskutiert belaufen sich auf 27,6%. Bei nur gerade 3,2% aller Familien, ist dies Aufgabe der Väter.

69,1%


Headerbild von Emma Bauso

Übrigens: Das Total ergibt nicht 100%, da die Kategorie «anderes» (die Kinder selbst, andere Personen im Haushalt, Personen ausserhalb des Haushalts) nicht abgebildet wird.