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Kathleen Krug: Neuanfänge, Naturkosmetik und Nachhaltigkeit.

Kathleen Krug reiste zwei Jahre durch die Welt, kam mit einer Firma im Gepäck zurück in die Schweiz, gebar ein Kind und wanderte sodann wieder aus – diesmal nach Portugal, wo das zweite Kind zur Welt kam. Was sie alles lernte in Sachen Naturkosmetik und was ihr heute wichtig ist, hat sie uns im grossen Tadah Interview erzählt.

Eine Kooperation mit unseren Partnern bei


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Kathleen Krug ist Gründerin von bepure – einer Naturkosmetik-Linie, die ausschliesslich natürliche Inhaltsstoffe verwendet und Nachhaltigkeit mit Sozialem verbindet. Sie lebt mit Luan (4), Maro (16 Monate) und ihrem Mann Fabian in Zürich Kloten. bepure.ch

Tadah: Liebe Kathleen, Deine Liebe zur Naturkosmetik hat einen etwas unkonventionellen Ursprung. Und zwar in einem Blind-Date. Erzähl!
Klingt total kitschig, gell? Fabian und ich hatten ein Blind-Date – arrangiert von einer Freundin. Wir lernten uns also an einer Vernissage in Winterthur kennen. Knapp drei Monate später kündigten wir sowohl unsere Jobs als auch unsere Wohnungen, verkauften die meisten Möbel, verschenkten Kleider und lagerten das Wichtigste in ein paar Boxen bei unseren Familien ein. Dann gingen wir für unbestimmte Zeit auf Reisen.

Da denkt man zuerst: Ach Mann, weshalb hab ich das nie gemacht? Und danach gleich: Und wie ging's weiter?
Das war im August 2012 und wir waren knapp zwei  Jahre gemeinsam unterwegs. Wir hatten keine durchorganisierte Reiseplanung. Nur schon deshalb wurden uns viele Fragen gestellt: Was ist Euer Ziel? Wo geht Ihr hin? Was wollt Ihr machen? Ganz ehrlich: Unser Ziel war es, einfach frei zu sein von jeglicher Verantwortung, Terminen und Planung. Dem Gefühl folgen und dort bleiben, wo es uns gefällt und weiter ziehen, wenn es uns nicht gefällt.

Klingt nach einem sehr guten Plan.
Gestartet in Indonesien, bereisten wir intensiv weitere Länder in Südostasien – so zum Beispiel Malaysia, Thailand, Kambodscha, Burma und die Philippinen. Es waren so viele Eindrücke. Gute und schlechte. Da war diese wilde, unberührte und intakte Natur wie beispielsweise auf Karimunjava. Da waren aber auch enorme Plastik-Müllberge an Traumstränden, riesige Palmöl-Plantagen, Armut, Umweltverschmutzung, bedrohte Tierarten... All das hat sich in unseren Köpfen eingeprägt.

Zudem stellte ich fest, dass es auf Reisen nicht einfach ist, gesunde Pflegeprodukte kaufen zu können. Wenige Grosskonzerne dominieren dort den Markt. Auf den Philippinen lernte ich eine Frau kennen, die eigene Pflegeprodukte mit lokalem Kokosöl herstellte. Ich war begeistert von ihrem Engagement.

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Dann ging's zurück nach Hause.
Ja und nein. Nach zehn Monaten Asien vermisste ich die europäische Kultur extrem. Wir flogen also zurück. Doch lange blieben wir nicht in der Schweiz. Wir kauften einen alten VW-Bus – einen ehemaligen Schweizer Postbus – bauten diesen um und bereisten Europa. Als es im September in Portugal bereits kalt und verregnet war, fuhren wir weiter nach Andalusien. Von Tarifa, dem südlichsten Punkt des europäischen Festlandes, erkennt man Marokko. So faszinierend und greifbar nah beginnt der afrikanische Kontinent. Also nahmen wir kurzerhand die Fähre ins warme Marokko. Wir verliebten uns in das Land und blieben acht Monate.

Was oder wo hat es Euch in Marokko am besten gefallen?
Ich kann gar nicht auf den Punkt genau sagen, wo es uns besonders gut gefallen hat. Wir haben viele tolle Orte bereist, so viel erlebt und uns willkommen und oft wie zu Hause gefühlt.

Das klingt kitschig schön.
War es auch. Marokko ist exotisch und bietet eine riesige Vielfalt. Es ist so nah an Europa und trotzdem eine völlig andere Welt. Die ländlichen Gegenden, die unendlichen Weiten, die ganz besondere Energie des Atlasgebirges, die rote Erde, die grünen Oasen und die enorme Herzlichkeit der Menschen, all das hat dazu geführt, dass ich lange Zeit nicht mehr wegwollte.

Der Sternenhimmel in Merzouga war atemberaubend. Meknes hat das schönste Stadttor,  Chefschouen die schönste Medina und wenig Touristen. Imsouane ist ein gemütliches Dorf mit besten Surfbedingungen. Die Pistenstrasse durch die Enge der Todra-Schlucht Richtung Imilchil bis zum hügeligen Dorf Tamtatouchte war sehr abenteuerlich mit unserem alten VW-Bus und in Tamtatouchte kann man prima hiken. Marrakesch ist einfach faszinierend, bunt, exotisch und europäisch zugleich.

 

Marokko zu bereisen, ohne Arganöl zu entdecken, geht gar nicht.

 

In Marokko hast Du schliesslich auch das Arganöl entdeckt?
Marokko zu bereisen, ohne Arganöl zu entdecken, geht gar nicht. An jeder Ecke verkauft es jemand – man muss einfach aufpassen, dass wirklich auch Arganöl drin ist, wo Arganöl draufsteht.

In Taliouine, der Safranregion Marokkos, trafen wir auf Brahim. Er erklärte uns die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten seiner Pflanzen, getrockneten Blüten und kosmetischen Öle, die er in seiner Kräuterapotheke mit sich trug. Und so blieben wir für ein paar Wochen, um von ihm zu lernen.

Hier nahm bepure also seinen Ursprung?
Noch nicht ganz. Nach Taliouine fuhren wir zurück ans Meer und in einem Laden in Agadir fand ich bio-zertifizertes Arganöl. Ich war begeistert von der positiven Wirkung. Über Monate pflegte ich meine Haut damit. Und obwohl das Produkt noch nicht ganz meinem Qualitätsanspruch genügte, reifte in mir die Idee, dass ich meine positive Erfahrung anderen Frauen zugänglich machen und teilen wollte.

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Da war sie also: die Geburtsstunde von bepure?
Ganz genau. Als die Idee für ein eigenes Label geboren war, mieteten wir eine Wohnung in Tamraght mit Internetzugang. Es war sozusagen die erste bepure Zentrale.

 

Wir erlebten in Marrrakesch eine weitere Enttäuschung und verwarfen unseren Traum.

 

Von dort aus fuhren wir immer wieder los, auf der Suche nach einem potentiellen Arganöl-Produzenten, mit dem wir zusammenarbeiten wollten. Und wir kamen genauso oft erfolglos und enttäuscht wieder zurück – wenn einmal mehr die Sauberkeit bei der Herstellung oder die Qualität nicht überzeugend waren. Drei Monate lang ging das so. Und nach einem letzten enttäuschenden Besuch in Marrakesch verwarfen wir schliesslich unseren Traum.

Aller Anfang ist schwer.
So ist es. Doch manchmal kommt unverhofft auch oft. Denn auf der Rückfahrt von Marrakesch Richtung Küste entdeckte ich zufällig einen kleinen Showroom. Wir gingen rein und was soll ich sagen: Wir waren angekommen. Die Produkte, die Qualität, die Konsistenz – wir waren hin und weg. Am nächsten Tag haben wir der Chefin Löcher in den Bauch gefragt, die folgenden Tage die Berberfrauen besucht und uns umgeschaut und gesehen, wo das «flüssige Gold Marokkos» seinen Ursprung hat. Die Leidenschaft war wieder entfacht, exklusive und ausschliesslich natürliche Produkte zu kreieren. Solche, die nicht nur uns begeistern und die wir mit gutem Gewissen verkaufen können. Ende 2014 haben wir es gewagt –  und unser erstes Baby bekommen.

Das erste Baby erhielt auch gleich einen Namen: bepure. Der Name ist auch Programm.
Als Quereinsteiger in die Beautybranche hatten wir vorab sehr viel gelesen – über konventionelle Produkte, erlaubte, gesunde oder schädliche Inhaltsstoffe sowie sämtliche Verordnungen und Gesetze. Schnell war uns klar, dass unsere Produkte absolut rein sein sollten mit ausschliesslich natürlichen Inhaltsstoffen. So entstand unser Name bepure. 

Naturkosmetik statt konventionelle Kosmetik – eine bewusste Entscheidung also?
Ich möchte nicht dogmatisieren und sagen, dass konventionelle Kosmetik per se teuflisch ist. Wenn eine Kundin eine konventionelle Crème verwendet, die für ihre Haut gut ist, dann muss sie diese nicht entsorgen. Eine Crème kann man für einen intensiveren Pflegeeffekt aber auch hervorragend mit einigen Tropfen Argan- oder Kaktusfeigenkernöl mischen.

 

Eine konventionelle Crème, egal aus welchem Preissegment, besteht zu 60-70% aus Wasser.

 

Mir geht es vielmehr darum, Bewusstsein zu schaffen, dass zum Beispiel eine Crème, egal aus welchem Preissegment, zu 60-70% aus Wasser besteht oder z.B. Aluminiumsalze in konventionellen Deos krebserregend sein können.

Viele Frauen haben auch Bedenken, dass sie mit einem Gesichtsöl fettige und glänzende Haut bekommen. Tatsächlich ist es aber so, dass die Struktur von Arganöl sehr ähnlich ist wie die unserer Haut. Auf der feuchten Haut angewendet, zieht das Öl sehr leicht ein, hilft, Feuchtigkeit zu binden und die Talgproduktion besser zu regulieren. Arganöl ist nicht komedogen, d.h. es verstopft die Poren nicht und fühlt sich auch nicht ölig an.

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Nach Baby Nummer 1 kam die Nummer 2 – auch in Marokko?
Nein. Luan kam erst ein Jahr nach unserer Rückkehr in die Schweiz zur Welt.

War es denn schwer, wieder in die Schweiz zurück zu kommen?
Überhaupt nicht, denn ich wusste ja, was mich in der Schweiz erwartet. Ich bin ursprünglich Deutsche, habe aber vor unseren Reisen bereits drei Jahre in Zürich gelebt, mein Mann ist Schweizer. Eher geschockt im positiven Sinn, hat mich, wie sauber alles ist, wie optimiert alles aufeinander abgestimmt ist, wie pünktlich der Zug fährt. Dass der Busfahrer allen Insassen einen schönen Tag wünscht, finde ich heute immer noch bemerkenswert.

Und wie habt Du und Fabian Euch denn Arbeit und Familie aufgeteilt, als Luan geboren wurde?
Wir arbeiteten beide 60%. Job, plus Kleinkind und parallel ein Startup zu vereinen war eine echte Herausforderung. Unser Familienleben geriet oft aus der Balance, denn bepure war ja auch unser «Baby» und eine Trennung von der Arbeit – räumlich wie auch zeitlich – gab es nicht. Wir wussten, das war keine gesunde Entwicklung. Also änderten wir etwas.

Und was?
Als Luan 1 ½ war, packten wir erneut unsere Koffer. Diesmal zogen wir nach Portugal, an den Atlantik, in die Nähe von Lissabon.

 

So konnten wir jeden Tag arbeiten, um bepure intensiver aufzubauen und uns geregelte Zeiten setzen für die Familie.

 

Die Entscheidung hatte mehrere Gründe: bezahlbare Kinderbetreuung, die gute Anbindung nach Marrakesch und Zürich. Ausserdem wollten wir ein Leben am Meer ausprobieren. So konnten wir jeden Tag arbeiten, um be pure intensiver aufzubauen und uns geregelte Zeiten setzen für die Familie. Das zusätzliches Plus: Die jodhaltige feuchte Luft am Atlantik war hervorragend gegen Luans Neurodermitis.

Ihr habt nun also beides erlebt: Auswandern mit und ohne Kind. Erzähl!
Es fühlt sich komplett anders an, mit Kind auszuwandern als ohne. Für mich war die grösste Sorge, dass wir eine vertrauenswürdige Betreuung finden, mit der sich Luan wohl fühlt, deren Konzept der Erziehung sich mit dem unseren deckt und dass wir uns klar verständigen können. Wir fanden unser Glück in Ericeira. Dem Meer so nah zu sein, hat Luan und uns sehr gut gefallen. Es leben viele junge Expat-Familien dort, so dass wir schnell Anschluss und richtig gute Freunde gefunden hatten.

Gab es auch Herausforderungen?
Natürlich gab es die. Zum Beispiel die Wohnsituation. Kein Haus ist isoliert oder ausreichend beheizt. Im Winter ist die Luft drinnen kälter als draussen. Es ist nasskalt und feucht. Textilien und Wände fangen an zu schimmeln. Um dein tägliches Leben zu organisieren, musst du überall mehr Zeit einplanen, warten und Geduld mitbringen. Behörden arbeiten langsamer und zum Teil umständlich.

Und dann wurdest Du wieder schwanger.
Genau. Wir wünschten uns ein zweites Kind und kurz darauf wurde ich mit Maro schwanger. Die zweite Schwangerschaft verlief anstrengender, ich musste früh für vier Wochen liegen. Hinzu kam meine immer grösser werdende Sehnsucht nach der Schweiz. Die ärztliche Betreuung war gut, aber es gibt beispielsweise im ganzen Land nur Zweidutzend freischaffende Hebammen. Sowohl in öffentlichen als auch in privaten Spitälern arbeiten keine. Sie kommen nur für Hausgeburten. Maro wurde dann Ende September 2018 in einem privaten Spital in Lissabon geboren. Und im Juni 2019 zogen wir zurück in die Schweiz.

Was vermisst Du von dieser Zeit fern der Schweiz?
Seitdem ich Mama bin, schockt es mich manchmal, wie kinderunfreundlich die Schweiz teilweise ist, obwohl auch all die Kindergegner einmal Kind waren. Ob bei der Wohnungssuche, im Zug oder auch in der Nachbarschaft: Kinder sind nicht immer willkommen. Sowohl in Marokko als auch in Portugal sind sie es. Ausnahmslos immer.

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Nun seid Ihr wieder hier. Wie vereinbarst Du denn jetzt Dein Familien- mit Deinem Berufsleben?
Ganz simpel gesagt: Wenn ich mit meinen Jungs bin, arbeite ich nicht für bepure. Und umgekehrt. Ich verlege das Arbeiten auf den Abend, wenn beide schlafen beziehungsweise auf die Tage, an denen sie in der Krippe sind oder von den Grosseltern betreut werden.

Hast Du manchmal Angst, Dich zu verzetteln zwischen Familie und Selbständigkeit?
Ich hatte vorher keine Ahnung oder Vorstellung davon, wie ich mich mit Kind und Firma fühle und verhalte. Zu Beginn haben wir uns verzettelt. 1 -1 ½ Jahre war es richtig chaotisch, bis es uns gelang, die klare Grenze zwischen Firma und Familie zu ziehen und auch danach zu handeln.

 

Wir haben Freudentänze gemacht, wenn eine Bestellung eingegangen ist.

 

Haben sich nebst Eurer Familie auch Euer Produkt weiterentwickelt?
Angefangen haben wir mit fünf Produkten. Im Juni 2015 ging unser Onlineshop live und zu dem Zeitpunkt gab es noch nicht so viele kleine Naturkosmetik-Brands. Ein Öl zur Hautpflege zu verwenden statt einer Crème war für viele undenkbar. Wir haben Freudentänze gemacht, wenn eine Bestellung eingegangen ist.

Neben der ethischen Produktion wollten wir auch Transparenz für den Endverbraucher schaffen. Dass er einen Anstoss bekommt, sich mit Inhaltsstoffen auseinander setzen zu können, dass er versteht und ihm wirklich bewusst ist, was er kauft. Daher sind alle Inhaltsstoffe klar und verständlich aufgelistet. Zusätzlich haben unsere Produkte keine Umverpackungen, die letztlich nur im Müll landen. Als erstes Schweizer Naturkosmetik-Brand wurden wir 2016 von der Swissveg mit dem V-Label vegan zertifiziert.

Aktuell umfasst unser Sortiment 15 Produkte und ich arbeite an der sinnvollen Erweiterung.

Was heisst das konkret?
Letztes Jahr haben wir ein Rücknahme- und Recyclingkonzept eingeführt, bei dem Kunden ihre leeren bepure Behälter sowohl an uns als auch an unsere Partner zurückgeben können und dafür belohnt werden. Die Behälter werden durch uns gereinigt und wieder befüllt.

Naturkosmetik boomt, oder? 
Ja, bereits seit ein paar Jahren wächst der Sektor Naturkosmetik innerhalb der Beautybranche unaufhaltsam. Besonders freut mich, dass das Bewusstsein für grüne und gesunde Produkte mittlerweile auch in klassischen Drogerien angekommen ist und der Markt sich im positiven Sinn bewegt. Kunden setzten sich jetzt viel intensiver mit Inhaltsstoffen, deren Herkunft und Produktionshintergründen auseinander.

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Welchen Tipp hast Du für jemanden der sich in der Kosmetikbranche, oder allgemein selbstständig machen will?
Es braucht Mut, seine Sicherheit aufzugeben und seine Komfortzone zu verlassen. Ausserdem braucht es Vertrauen, den Glaube an sich selbst und Geduld. Man muss in der Lage sein, sich flexibel auf neue Situationen einstellen zu können und kontinuierlich seine Ziele zu verfolgen. Zudem ist Selbstreflektion wichtig, um beispielsweise anerkennend auf das bisher Erreichte blicken zu können, aber auch einzusehen, wenn etwas keinen Sinn mehr macht, um es dann loszulassen.

 

Eine klare Grenze zwischen Privat- und Geschäftsleben zu ziehen, war und ist ein sehr grosser Lernprozess.

 

Und welche Learnings ziehst Du als Mutter und Unternehmerin aus den letzten Jahren Selbständigkeit?
Mit der Selbständigkeit hatte ich weniger Mühe als damit, dass ich meine persönlichen Erwartungen an Wachstum und Erfolg nicht zu hoch setze. Ich lernte, realistisch damit umzugehen und es nicht persönlich zu nehmen, wenn mal etwas nicht hinhaut.

Sich mit anderen am Markt zu vergleichen ist positiv, solange der Vergleich einen inspiriert und motiviert. Vergleiche bringen nichts, wenn man daraufhin an sich zweifelt und es einen lähmt, die gesetzten Ziele fokussiert zu verfolgen. Ich habe mit der Zeit zudem gelernt, wer meine richtigen Partner sind und von welchen Personen ich mich besser distanziere.

Eine klare Grenze zwischen Privat- und Geschäftsleben zu ziehen, war und ist ein sehr grosser Lernprozess.

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Betreuungssituation:
Kathleen arbeitet 75%, verteilt auf 3 Tage und mehrere Abende. Fabian arbeitet 100%. Die beiden Jungs sind 2 Tage in der KiTa und 1 Tag bei den Schwiegereltern.


Bilder von Dominic Wenger