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Tadah

50 Grüsse aus dem Home Office: Wie Eltern die ersten Wochen der Corona-Krise meistern.

Wir sitzen alle im selben Boot. Und doch hat jeder in Zeiten von Covid-19 und dem Zwangs-Hausarrest seine eigenen Sorgen, sein eigenes Modell, wie man Home Office mit Kindern organisiert (oder eben nicht). Wir haben all unsere Tadah Partner und Freunde gefragt und Fotos aus dem Home Office erhalten – bei manchen liegen die Nerven blank, andere sind (noch) frohen Mutes. Alle haben sie mit uns ihre Gedanken geteilt und alle werden froh sein um gegenseitige Unterstützung, wenn diese Krise überstanden ist.

Headerbild von Carpe Diem Photography

Christian Burn

Christian Burn,
Kunstvermittler und Künstler
christianburn.com  

Ich glaube, dass die Mentalität von «schneller, besser, grösser» vorbei ist.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Vor allem sehr viel Organisation und Neuorientierung. Ich bin selbständig erwerbend und alle meine Termine und Verkaufsmöglichkeiten wurden abgesagt. Zwei Tage nach dem Lockdown habe ich jedoch eine schöne Nachricht bekommen: Die Zusage für eine super Stelle. Was sehr surreal ist, wenn sich alle um mich herum um ihre Jobs und Existenzen sorgen. Ich nutze die Zeit für viele Projekte. So habe ich beispielsweise meine Stickmaschine endlich von Chain- auf Moss-Stitch umgebaut. Nun sticke ich meine Motive in flauschigem Frotté.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich bin beeindruckt, wie liebevoll und schnell die Homeschooling-Aufgaben von den Lehrpersonen organisiert wurden. Natürlich ist bei uns das totale Chaos ausgebrochen: Die Kinder haben viel Zeit, alle ihre Spielsachen in der ganzen Wohnung zu verteilen – genug Bewegung und frische Luft fehlt. Natürlich haben wir die Medienzeiten gelockert.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Dass ich im Sommer eine neue Stelle antrete, gibt mir viel Gelassenheit und Zuversicht. Daneben sehe ich aber auch, wie meine Frau und viele Freunde um ihre Existenz bangen müssen.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich glaube, dass die Mentalität von «schneller, besser, grösser» vorbei ist. Die Welt muss sich neu orientieren und definieren. Ich wünsche mir, dass nun andere Werte an Wichtigkeit gewinnen.

Frauke

Frauke Kasper,
Operations bei xorlab, Co-Founder My Pregnancy Journal

Ich stelle mir Fragen zu unserem Alltag, zu den vielen gefühlten Verpflichtungen, die jetzt irgendwie von alleine weg sind.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Zuerst einmal Ausnahmezustand, Entschleunigung und gleichzeitig ist viel Flexibilität gefragt. Unser Alltag steht Kopf und trotzdem ist es ruhiger.

Ich arbeite ja 50% bei einem IT-Startup, zum Glück kann ich im Moment von Zuhause mit Laptop weiter arbeiten. Daneben mache ich für das Projekt mit meiner Schwester «My Pregnancy Journal» das Marketing. Hier muss ich sagen, dass ich mich im Moment etwas von Social Media zurück gezogen habe – zum Glück geht Schwangersein und Kinderkriegen nicht aus der Mode und unser Büchlein hat somit kein Verfallsdatum.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Wir sind im Moment zu fünft plus Hund in unserer Stadtwohnung. Unser Balkon ist jetzt meine kleine Oase. Mein Mann und ich können zum Glück beide von zuhause arbeiten, unsere Kinder sind in einem Alter, in dem sie sich gut beschäftigen können bzw. auch mal den Zmittag kochen oder diverse Aufgaben im Haushalt machen.  

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Es ist eine aufwühlende Zeit, die doch auch voller Chancen ist. Ich stelle mir Fragen zu unserem Alltag, zu den vielen gefühlten Verpflichtungen, die jetzt irgendwie von alleine weg sind. Angst habe ich weniger, mehr Sorge um die Langzeitfolgen und auch wie diese Zeit für all die Menschen ist, die alleine leben.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Einen bewussteren Umgang mit der Zeit, freudige Wiedersehen mit Freunden und Familie, grosse Umarmungen und Anerkennung für alle im Gesundheitsbereich.

Melanie Kohler_YIv

Melanie Kohler,  Gründerin YIV

Ein Pamir und eine dicke schwarze Sonnenbrille, da die Nächte meist lang sind, gehören momentan zur Grundausrüstung.

Was bedeutet Covid-19 für Dich und Deinen Job?
Ich sorge mich um die Risikogruppe, versuche die Kinderbetreuung ohne die Unterstützung von zwei Tagen Kindertagesstätte zu managen, mache Home Office, bin zwei Tage als Lehrerin telefonisch erreichbar und unterrichte die Klasse online.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Wir teilen uns die Familienarbeit. Jemand schaut zu den Kindern und managt den Haushalt, die andere Person arbeitet für Geld. Da wir auch sonst teilweise von zu Hause aus arbeiten (mein Mann ist freischaffender Theater-Produktionsleiter), haben wir das grosse Glück eines gemeinsamen Bürozimmers. Ein Pamir und eine dicke schwarze Sonnenbrille, da die Nächte meist lang sind, gehören allerdings zur Grundausrüstung.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich denke grundsätzlich sehr positiv und eigentlich habe ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Ängste. Ich bin mir meinem Glück in der Schweiz auf die Welt gekommen zu sein voll und ganz bewusst und irgendwie geht es bei uns immer vorwärts.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Dass die Solidarität und der Respekt bleiben, wir gemeinsam an einem Strick ziehen. Das wir merken, was wirklich wichtig ist und uns genauso um unsere Umwelt und die Flüchtlinge sorgen, wie um unsere Gesundheit. Denn auch da wäre meiner Meinung nach das Ausrufen der «ausserordentlichen Lage» absolut notwendig.

Adri

Adriana Blasi, Gründerin Kidis.ch

Im Moment bin ich zuversichtlich, dass alles gut kommen wird.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Ich habe grossen Respekt. Als Start-up, aber vor allem als Mompreneurs, sind wir besonders gefordert. Selbstständigkeit, Mitarbeiter-Management, Kind und Familienleben unter einem Dach zu vereinen, verlangt viel Flexibilität, Unterstützung und Toleranz.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Da sind wir noch dran. Die Grosse (17) ist relativ selbständig und grösstenteils mit Ihren «Hausaufgaben» beschäftigt. Der Kleine (6) hingegen, ist eine Herausforderung. Wir haben einen Stundenplan mit Freispiel, Basteln, Myshool usw. eingeführt. Wir haben Zeitblöcke (max je 1.5h) aufgestellt, wo wir uns wirklich nur auf die Arbeit konzentrieren und die Kinder was für sich machen. Mein Mann und ich wechseln uns ab und verbringen auch Zeit mit den Kindern. Oftmals bleibt die Arbeit stehen und wird am Abend nachgeholt, wenn die Kinder schlafen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Im Moment bin ich zuversichtlich, dass alles gut kommen wird.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
In Krisenzeiten schätzt man die kleine Dingen viel mehr. Man ist dankbar für das, was man hat und man ist ohne Augenzwinkern bereit andere zu helfen – vom Individuum zur Gemeinschaft. Ich wünsche mir, dass das so bleibt.

Thomas Hinderling

Thomas Hinderling, Leiter Mixed-Use Site Management Schweiz bei Wincasa

Es klingt platt, aber eine Krise ist immer auch eine Chance, Gewohnheiten zu ändern.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Eine massive Umstellung. Ich bin es gewohnt, schweizweit an den von uns betreuten Standorten vor Ort zu sein und meine Teams zu unterstützen. Zum Glück hat Wincasa schon vor einiger Zeit die Rahmenbedingungen geschaffen, dass Home-Office und auch virtuelle Meetings und Kollaborationen problemlos möglich sind.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Meine Frau arbeitet nicht 100% und ihr Arbeitgeber hat bereits vor einer Woche komplett auf Home-Office umgestellt. Auch mein Arbeitgeber hat auf die Situation sehr gut und flexibel reagiert. So kommen wir gut aneinander vorbei und können uns gegenseitig unterstützen. Bis jetzt machen auch unsere Zwillingsmädchen sehr gut mit.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Aktuell bin ich mit der Organisation meiner Teams und den permanenten Änderungen und Anpassungen aufgrund der Situation enorm gefordert. Natürlich macht man sich Gedanken, aber Existenzängste habe ich noch nicht.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
In erster Linie wünsche ich mir, dass wir alle so unbeschadet wie möglich durch diese Zeit kommen und dass durch die enormen Ausfälle für die Zeit danach nicht zu viele Nachteile entstehen. Auch wünsche ich mir, dass wir die vielen guten Ideen und Prozesse, die in dieser anspruchsvollen Phase entstehen, auch nachher aktiv weiterleben. Es klingt platt, aber eine Krise ist immer auch eine Chance, Gewohnheiten zu ändern.

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Jaqueline Krause-Blouin, Chefredakteurin
annabelle

On the bright side: In solchen Zeiten merkt man wieder mal, wie wichtig Team-Spirit ist und den haben wir bei der annabelle zum Glück.

Was bedeutet Covid-19 für Dich ?
Die ganze annabelle Redaktion arbeitet derzeit im Home-Office an den nächsten Ausgaben. Produktionstechnisch wird es eine riesige Herausforderung. Wir können derzeit keine Shootings durchführen, bekommen weder Models noch Kleider – zum Glück haben wir bereits viel vorproduziert, aber wenn es so weitergeht, werden wir bald improvisieren müssen. Ich bin derzeit nonstop in Video-Konferenzen im Krisenmanagement-Modus. On the bright side: In solchen Zeiten merkt man wieder mal, wie wichtig Team-Spirit ist und den haben wir zum Glück. Alle ziehen an einem Strang, weil wir auch – oder gerade – in einer solchen Krise eine Stimme für die Schweizer Frauen sein wollen.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Mein Mann ist Freelancer, ihm wurden bereits einige Projekte gecancelt, also kümmert er sich mehrheitlich um unser Baby. Ich stehe morgens früh auf, wenn alle noch schlafen und fange an zu arbeiten. Wenn das Baby wach ist, ist es fast unmöglich, zu arbeiten. Aber sie hat in letzter Zeit an so mancher Video-Konferenz teilgenommen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Wir wissen derzeit noch nicht, wie die Anzeigensituation im Printmarkt in einigen Wochen aussehen wird. Ich hoffe, dass unsere Kunden loyal bleiben. Von unseren Leserinnen spüre ich derzeit zum Glück sehr grossen Support.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass auch grosse, unflexible Firmen durch diese Krise merken, dass Remote Work keine Bedrohung für einen Arbeitgeber ist.

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Karin Huber,
Leitung Familienpraxis Stadelhofen

Ich erhoffe mir, dass noch mehr Leute sehen wie wichtig es ist, nicht immer mehr zu wollen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich ?
Ich arbeite noch ca 10%. In der Familienpraxis sind wir alles selbständig-erwerbende Frauen und alle von uns haben momentan massive Lohneinbussen, die bis jetzt nicht versichert sind.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Meine Kinder sind 10 und bald 15. Beiden fehlt die Struktur des Alltags, Hobbys wie Sport und Musik kommen zu kurz, so auch das Treffen mit Freunden. Aber bis jetzt klappt es ganz gut. Wir kochen einfach noch etwas mehr gemeinsam und haben angefangen, alle zusammen im Wald joggen zu gehen und werden sicher auch wieder vermehrt mal ein Monopoly zusammen spielen oder Geschichten vorlesen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Wenn das Ganze Ende April wieder soweit in normale Bahnen kommt, dass wir den Praxisalltag wieder wenigsten zu 40-60 % aufnehmen können, dann habe ich einfach meine Ferien von diesem Jahr vorgezogen. Wenn es länger geht, dann gibt das sicher auch bei uns Existenzängste. Es ist schon frustrierend wie schnell man, auch nach 18 Jahren, in denen man mit viel Herzblut und Energie ein Geschäft aufgebaut hat, dann doch vor dem Nichts stehen könnte.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich erhoffe mir, dass noch mehr Leute sehen, wie wichtig es ist, nicht immer mehr zu wollen und die lokalen Betriebe und KMU zu unterstützen.

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Sabrina Brunner,
Brand Manager
Eco Generation

Als berufstätiges Mami lernt man Jonglieren, nun kommt einfach noch das Balancieren dazu.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Als Distributor sind wir zwar nicht direkt betroffen, aber unsere Tätigkeit ist stark von unseren Resellern, den einzelnen Shops abhängig. Auch da werden wir die Veränderung in den nächsten Tagen und Wochen spüren. Auf der anderen Seite ist es schön, gerade jetzt, nah bei der eigenen Familie zu sein, mehr Zeit für sich zu finden und zu entschleunigen.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich versuche den Alltag strukturiert und abwechslungsreich zu gestalten. Dazwischen versuche ich zu arbeiten. Aktuell ist das nicht ganz einfach, aber ich bin sicher, dass sich das Homeoffice auch einspielen wird. Als berufstätiges Mami lernt man Jonglieren, nun kommt einfach noch das Balancieren dazu.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Gesundheit ist das Wichtigste und das grösste Glück, für das wir als Familie gerade sehr dankbar sind.

Was wünschst Du Dir, für die Zeit nach der Krise?
Dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen und zurückblicken können auf eine herausfordernde Zeit, die uns gelehrt hat, was es wirklich bedeutet gemeinsam am selben Strick zu ziehen.

Sandra

Sandra Lilliana Schmid,
Gründerin Schmid Advisory /
Unternehmerinnen Schweiz

Aufgrund der aktuellen Situation biete ich nun zusätzlich  ein neues Programm an: «Wie bringt man sein Business ONLINE – innerhalb von 1 Woche».

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Ich verbringe normalerweise sehr viel Zeit an Networking-Events und im Austausch mit (potentiellen) Kunden. Das fällt nun alles weg, was für mein Geschäft nicht gerade förderlich ist. Alle Events, welche ich allerdings selbst organisiere, führe ich nun ganz einfach als Online-Networking-Events durch. Aufgrund der aktuellen Situation biete ich nun zusätzlich ein neues Programm an: «Wie bringt man sein Business ONLINE – innerhalb von 1 Woche». Da ich bereits seit 2009 einen Teil meiner Angebote online anbiete, kann ich hier sehr viele Tipps, Tools, Möglichkeiten und Strategien weiter geben, die A) schnell umsetzbar sind und B) keine Investitionen mit sich bringen. Nun gibt es aber auch UnternehmerInnen, die gar nicht wissen, was sie online anbieten können. Für diese Fälle biete ich aktuell kostenlose Online-Workshops an.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Wir haben drei Kinder. Die sind 18, 17, und schon bald 15. Jetzt wo (fast) alle Zuhause sind, ist es beinhae wieder wie damals, als sie noch ganz klein waren. Ich geniesse es im Moment schon gerade ein bisschen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Für mein Geschäft habe ich keine Existenzängste. Ich weiss, dass es nicht für alle so einfach ist. Aber ich habe mir über die Jahre ein solides Netzwerk aufgebaut und habe sehr wertvolle Dienstleistungen, die ich auch remote anbieten kann.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Dass wir dankbar sind für das, was wir haben und auch mal inne halten können, ohne dass wir dazu gezwungen werden.

Chiara

Chiara Angelina,
Gründerin Honey Home /
Fotografin carpediem-photography.ch

Ich kann meine Tätigkeit als Fotografin nicht mehr ausüben und viele Leute machen sich finanzielle Sorgen und möchten nicht mehr viel in unserem Online Shop kaufen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Ich kann meine Tätigkeit als Fotografin nicht mehr ausüben und viele Leute machen sich finanzielle Sorgen und möchten nicht mehr viel in unserem Online Shop kaufen. Wir werden eine schwierige Zeit haben und hoffen ganz fest, gesund und stark aus dieser Krise zu kommen. Worauf ich mich trotzdem freue: Mehr Zeit mit meinen Kindern zu haben, gemeinsam neues zu kochen, am Morgen lange frühstücken und Musik zu hören.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Mein Mann und ich teilen uns die Betreuung unserer Kinder (3 und 5) genau wie vor den Corona-Zeiten. Ich kann erst am Nachmittag arbeiten, sobald er von der Arbeit kommt. Momentan müssen die Kinder am Vormittag zirka 30 Minuten alleine spielen und etwas schauen (shame on me), damit ich die wichtigsten Kunden-Mails beantworten kann. 

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich versuche täglich, wieder Ruhe und Vertrauen zu finden, mit den Kindern an schönen Projekten zu arbeiten. Ich höre beruhigende Mantras an und meditiere. Trotzdem sitzt die Angst leider ziemlich tief. Ich musste viele Shootings absagen. Auch haben wir Angst, beide gleichzeitig krank zu werden. Wir haben keine Familie hier und dies wäre eine ganz schlimme Erfahrung für unsere Kinder.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass alltägliche Aktivitäten viel mehr geschätzt werden, dass Familie, Zusammenhalten und Helfen eine ganz neue und positivere Bedeutung bekommen und zur Normalität werden.

Silvia Hunziker2

Silvia Hunziker,
freischaffende HR-Expertin

Jeden Morgen definieren meine Zwillinge ihre Tagespläne und füllen die Blöcke mit Inhalten. Am Abend berichten sie dann, wie ihr Tag verlief, was sie erledigt haben, was sie auf den anderen Tag schieben möchten und welche Themen sie neu aufnehmen oder vertiefen möchten.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Für mich bedeutet Covid-19 erst einmal innehalten und das Beste aus der Situation zu machen, um nach der Krise wieder gestärkt – vielleicht auch mit ganz neuen Ideen – den Alltag wieder aufzunehmen. Beruflich hat Corona meine Pläne etwas durchkreuzt. Ich wollte in diesem Frühjahr nach einer Familienauszeit mit vielen spannenden privaten und businessmässigen Projekten wieder ins Corporate-Leben einsteigen. Nun nehme ich mir die Zeit, diesen Entscheid nochmals zu überdenken.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Meine fast dreizehnjährige Zwillinge sind zum Glück gewohnt, selbständig zu arbeiten und sich zu beschäftigen. Ich gebe ihnen die Strukturen vor, d.h. Eckpunkte wie gemeinsame Mahlzeiten und Familienzeit sowie Themenblöcke. Jeden Morgen definieren sie ihre Tagespläne und füllen die Blöcke mit Inhalten. Am Abend berichten sie dann, wie ihr Tag verlief, was sie erledigt haben, was sie auf den anderen Tag schieben möchten und welche Themen sie neu aufnehmen oder vertiefen möchten.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich bin dankbar dafür, dass wir wohlauf sind und die Krise auch finanziell überbrücken können. Trotz Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Krankheit und die wirtschaftlichen Folgen überwiegt (noch) meine positive Einstellung, die Krise als Chance zu sehen, um danach gestärkt mit neuer inneren Kraft und Energie die Zukunft anzupacken.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass wir als Menschheit gelernt haben, uns wieder auf die wahren Werte wie Familie, Freundschaft und Solidarität zu besinnen und bereit sind, in der Arbeitswelt neue Wege zu gehen.

Leandra Vogt

Leandra Vogt,
Leitung Club der starken Mütter

Ich wünsche mir, dass unsere Kinder diese Zeit als positiv erleben, weil es viel Exklusivzeit mit den Eltern gibt, die so sonst vielleicht nie da gewesen wäre.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Ich habe die digitale Beratungsplattform «Club der starken Mütter» gegründet. Hier finden Mütter Unterstützung in ihrer Selbstfürsorge, werden durch Experten beraten und können sich untereinander vernetzen – ein Ort, an dem Mamas aus der Quarantäne und/oder dem Home Office heraus trotzdem Verbindung und Unterstützung finden können. Für mich persönlich ist es, wie bei fast jeder Mama aktuell, durch die fehlende Unterstützung in der Kinderbetreuung gerade sehr herausfordernd, genügen Zeit zum Arbeiten und auch Momente der Ruhe für mich selbst zu finden.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Meine Kinder sind 4 und 1 Jahr alt. Momentan stehe ich um 5 Uhr auf und arbeite konzentriert bis 10 Uhr und übernehme dann die Kinder bis am Abend. Sobald sie schlafen, nehme ich mir ganz bewusst eine Stunde Zeit, in der ich mir etwas Gutes tue. Etwa mit einem Podcast, einem guten Buch oder schöner Musik. Dann achte ich darauf, früh genug schlafen zu gehen, um für den Tag genug Energie zu haben.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich habe das grosse Glück, als Onlineunternehmerin persönlich kaum betroffen zu sein. Dafür bin ich unendlich dankbar und sehe meine Aufgabe darin, so viele Mütter wie ich kann mit meiner Expertise als Kindheitspädagogin und Resilienztrainerin in dieser besonderen Zeit zu unterstützen.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass unsere Kinder diese Zeit als positiv erleben, weil es viel Exklusivzeit mit den Eltern gibt, die so sonst vielleicht nie da gewesen wäre. Ich wünsche mir, dass Themen wie die Betreuung von Kindern, Hausarbeit und dergleichen, gesellschaftlich einen neuen wertschätzenderen Stellenwert einnehmen dürfen, weil wir jetzt alle merken, was für einen unfassbar wichtigen Job wir Eltern alle leisten.

Katja

Katja Lewina, freie Autorin
katjalewina.de

Wenn eine echte Ausgangssperre kommt, dann werde ich wohl an meinen Schreibtisch im Wohnzimmer ziehen müssen. Davor habe ich echt Schiss. Denn die ganz grosse Kunst entsteht nicht unbedingt da, wo sich nebenan drei Kinder prügeln.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Es ist grade wirklich nicht die beste Zeit, um ein Buch rauszubringen. Nicht nur die Buchmesse und alle Lesungen sind ausgefallen, sondern auch die Buchpromo ist schwierig. Ist ja auch verständlich, die Leute wollen in der Zeitung jetzt lieber über Corona lesen als über Sexismus. Oben drauf liegt das Geschäft in den Buchhandlungen nahezu flach. Noch kann sich niemand ausrechnen, was das am Ende konkret für die Buchverkäufe bedeutet. Aber es wird nix Gutes sein, so viel ist sicher. Ansonsten heisst es jetzt für mich einfach: weiterschreiben. Das geht ja zum Glück so gut wie überall.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Für meinen Mann, der in der Unterhaltungsbranche ist, fallen in den nächsten Monaten sämtliche Auftritte flach. Darum macht er jetzt vier Tage die Woche den Hausmann, während ich unser Geld mit Schreiben verdiene. Noch kann ich das in meinem Büro in einem Kunst- und Kreativhaus. Aber wenn eine echte Ausgangssperre kommt, dann werde ich wohl an meinen Schreibtisch im Wohnzimmer ziehen müssen. Davor habe ich echt Schiss. Denn die ganz grosse Kunst entsteht nicht unbedingt da, wo sich nebenan drei Kinder prügeln. 

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Bei uns fällt die Hälfte unseres Haushaltseinkommen weg — das macht nicht grade tiefenentspannt. Ich bin ja auch Freiberuflerin, da ist sowieso nicht viel mit Sicherheit. «Hätte ich nur nicht jeden festen Redaktionsjob ausgeschlagen!», mit so was kann ich mir grade echt gut mein Hirn zermartern. Aber dann hätte ich halt auch mein Buch nicht schreiben können. Im Vergleich zu anderen Ländern fallen wir hier wirklich weich. Das müssen wir uns immer wieder vor Augen halten.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Niemand, wirklich niemand, hat geahnt, dass so etwas passieren könnte. Wenn wir diese Krise hinter uns haben, wird uns jede Party, jeder Freibadbesuch, ja sogar die Schule vorkommen wie das Paradies auf Erden. Ich hoffe sehr, dass wir dann nicht sofort wieder vergessen, wie fragil unser gutes Leben eigentlich ist.

isabellagyr

Isabella Gyr
Innovation Expert, Speaker & Gründerin
isabellagyr.ch

Krisen sind gut für Ideen und Leute die schnell denken können.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Krisen sind gut für Ideen und Leute die schnell denken können. Für alle die sich fragen, ob sie das Richtige machen, geht es darum das Momentum zu nutzen und sich neu auszurichten. Mit Coaching kann ich helfen, Tatsachen zu schaffen und Dinge voranzutreiben. Get it done!

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Mein Mann und ich wechseln uns ab. Bis jetzt funktioniert das erstaunlich gut. Selbst der Klavierunterricht über WhatsApp klappt. Beim Homeschooling kommt mir entgegen, dass ich mal Primarlehrerin war.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Die Karten werden gerade neu gemischt. Ich hoffe, dass es möglichst viele schaffen, sich rechtzeitig neu auszurichten.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass möglichst viele gesund bleiben und dass etwas sympathisches und nachhaltiges aus dem aktuellen Miteinander und Füreinander entsteht.

Isabelle Sailer

Isabelle Sailer
Prozessbegleitung &
Kommunikationsberatung
Isabelle Sailer Kommunikation 

Der zusätzliche Faktor Home-Schooling bringt aber schon nochmals arg neuen Wind rein und hier und da auch Sand ins Getriebe. Wir werden lernen, damit umzugehen. Genau wie alle anderen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Covid-19 hat mich und meine Familie – wie so viele andere – auf eine Achterbahn geschubst. Mit vollem Tempo voraus. Wir sind dabei, uns zu arrangieren und laufend das neue «Normal» für uns zu definieren. Ich denke, wir alle brauchen hierfür einen langen Atem.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich bin seit bald zehn Jahren mit meiner Einzelfirma im Home Office unterwegs. Meine Familie ist mit mir längst in dieses Abenteuer hineingewachsen. Unser Alltag ist auch in dieser Situation  ein «Wir» und nicht ein «Ich». Einiges an diesem neuen Alltag ist somit vertraut. Der zusätzliche Faktor Home-Schooling bringt aber schon nochmals arg neuen Wind rein und hier und da auch Sand ins Getriebe. Wir werden lernen, damit umzugehen. Genau wie alle anderen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Meine KundInnen haben mir zum grossen Glück die Liebe nicht gekündigt. Viele haben ihre zugesagten Projekte jedoch verschoben. Für einige darf ich noch weiter arbeiten. Ängste habe ich (noch) nicht. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir uns auf die neue Situation einlassen und damit einher auch Einschränkungen akzeptieren müssen. Ich möchte die Offenheit bewahren, gerade jetzt auch Neues entstehen lassen zu können.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Soweit denke ich noch nicht. Jetzt ist jetzt. Das Hier und Jetzt beschäftigt mich ehrlich gesagt genug. Auf das, was danach kommt, kann ich wenig Einfluss nehmen, ausser darauf zu achten, dass wir für einander da sind und dass ich mein Geschäft auf die eine oder andere Weise aufrecht erhalten kann. Ich wünsche mir, dass meine Familie und Freunde und meine Kundinnen und Kunden gesund bleiben und es schaffen, eine positive Denkhaltung und Wirkungskraft beibehalten zu können.

Foto Home Office Sandra Wille

Sandra Wille,
Backoffice & Finanzen
Village Office

Ganz ehrlich – ich finde es schwer auszudrücken, wie ich mich derzeit fühle. Ich finde die Situation äusserst surreal, kann sie nicht wirklich greifen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Für mich und für das gesamte Team bedeutet Corona eine grosse Herausforderung, doch es ist beeindruckend und schön zu sehen, wie wir zusammen halten und jeder einzelne von uns sein Bestmögliches gibt, um diese Krise zu meistern. 

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Es ist ein Balance-Akt zwischen ausreichend Ruhe für die Arbeit und Zeit für die Kinder. Vieles wird dann am Abend erledigt, wenn die Kinder schlafen. Zum Glück sind sie bereits in einem Alter, in dem sie sich für einen gewissen Zeitraum auch schon mal selbst beschäftigen können. Und ja, auch die eine oder andere Fernseh-Zeit auf dem Sofa am Abend nutze ich zum Arbeiten.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ganz ehrlich – ich finde es schwer auszudrücken, wie ich mich derzeit fühle. Ich finde die Situation äusserst surreal, kann sie nicht wirklich greifen. Existenz-Ängste in engeren Sinne habe ich derzeit keine. Aber natürlich mache ich mir Gedanken, wie sich die Krise auf die Zukunft auswirken wird. Die Ungewissheit, wie lange dieser Zustand nun anhalten wird, finde ich am schwierigsten. 

Was wünschst Du Dir, für die Zeit nach der Krise?
Dass wir wieder mehr schätzen, was wir haben, und dass wir unser tägliches Leben wieder etwas entschleunigen.

Sonja Rueff-Frenkel

Sonja Rueff-Frenkel,
Juristin und
Kantonsrätin FDP

rueff-frenkel.ch /
Vorstandsmitglied der
Frauenzentrale

Der politische Alltag steht im Moment still, aber wir befassen uns dennoch alle ganz intensiv mit der aktuellen Situation, jede und jeder im Rahmen seiner und ihren Möglichkeiten.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Der politische Alltag steht im Moment still, aber wir befassen uns dennoch alle ganz intensiv mit der aktuellen Situation, jede und jeder im Rahmen seiner und ihren Möglichkeiten. Im Büro-Alltag habe ich eine sehr strenge Zeit, da ich Rechtsberatung im Immobilienbereich mache, die Fragen und Sorgen häufen sich. Für  mich persönlich zeigt es die Gefahren und Verletzlichkeit unserer Gesellschaft.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Wir sind noch nicht sehr gut organisiert, jeder versucht sich zu arrangieren. Die beiden Studentinnen können online lernen, der Schüler (13) hat noch grosse Mühe mit der fehlender Struktur im Home-Schooling. Wir reden viel miteinander und suchen laufend neue Lösungen. Ich mache Home Office und bin aber auch im Büro.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Zum Glück habe ich im Moment für unsere Familie keine Existenzängste, aber ich sorge mich um unsere Wirtschaft und alle die kleinen und grossen Schicksale, die viele Menschen und Firmen treffen. Und natürlich sorge ich mich auch um die Gesundheit vieler lieben Menschen.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Dass wir die Solidarität beibehalten, dass wir die Ruhe behalten, die wir uns noch aneignen müssen. Aber auch, dass die Schulen und die Wirtschaft einen grossen Sprung in die digitalisierte Welt machen und dort bleiben.

Anna Haseloff

Anna Haseloff,
E-Commerce Managerin
Le Carrousel

Die Massnahme ist nun notwendig, aber ich habe jetzt schon nach einer Woche das Gefühl jung und alt ist nun extrem emotional gespalten und Kinder werden teilweise nur noch als mögliche Keimträger angesehen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Ich bin wegen einer Knieverletzung und OP schon eine ganze Weile daheim und die Arbeit stapelt sich im Moment. Wir wollen in den nächsten Tagen mit einer neuen Seite online gehen und ich vermisse das ungestörte Arbeiten im Büro.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
So einen richtigen Plan gibt es nicht. Unsere Kinder sind 2 und 4 Jahre alt und kennen keine geschlossenen Räume. Also wandere ich, wenn Papa daheim ist von Zimmer zu Zimmer, irgendwo dahin wo die Kids gerade nicht sind. Am Abend bis in die Nacht hinein arbeite ich meist noch an meinem privaten Non-Profit-Projekt Seidenkinder. Am Wochenende habe ich gerade noch den Samstag für das Carrousel reserviert. Alles in allem ist es irgendwie machbar, aber das permanente Gefühl «ich muss mal noch» nervt ziemlich.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich habe jetzt schon nach einer Woche das Gefühl, jung und alt ist nun extrem emotional gespalten und Kinder werden teilweise nur noch als mögliche Keimträger angesehen. Eine weitere grosse Sorge von mir ist, dass alles viel länger dauern könnte, wie vermutet. Ich hoffe nicht.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass das selbstständige Kleingewerbe gerettet werden kann, viel Normalität zurückkehren wird, aber auch viele neue Wege und Denkweisen eröffnet werden. Gestern erst habe ich in einem Elternforum einen witzigen Spruch gelesen, ob wir uns noch an die Zeit vor zwei Monaten erinnerten, als alles diskutierten, ob der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub wirtschaftlich tragbar wäre...

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Lena Day,
Gründerin
Yay Kids

Es ist mir nun wichtig, präsent zu bleiben. Deshalb finde ich es umso schöner, dass sich die kleinen Unternehmen nun gegenseitig unterstützen und bewerben.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Da ich mein eigenes Business führe, mache ich mir auch Gedanken zur wirtschaftlichen Situation. Aufgrund der Existenzängste der Kunden, erwarte ich einen Rückgang der Bestellungen. Es ist mir nun wichtig, präsent zu bleiben. Deshalb finde ich es umso schöner, dass sich die kleinen Unternehmen nun gegenseitig unterstützen und bewerben.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Wir haben die Kinder seit einer Woche aus der Krippe genommen und bleiben nun zu Hause. Wir erlauben ihnen mit den Nachbarskindern aus dem unteren Stock zu spielen, was das Ganze etwas entspannt. Zum Glück haben wir genügend Platz und einen Garten, so bekommt jeder seinen Space, um sich auszutoben oder um sich zurückzuziehen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Es geht mir soweit gut, ich hoffe einfach, dass meine Liebsten gesund bleiben. Ängste habe ich keine, jedoch frage ich mich, wie unsere Familie dies, wenn nötig, noch ein paar Monate so meistern wird.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Einen Babyboom! Nein, Spass bei Seite. Ich wünsche mir, dass die positiven Auswirkungen dieser Krise, wie die Solidarität, die Offenheit für neue Arbeitsweisen (Skype-Konferenzen/ Home Office) und die reduzierte Umweltverschmutzung, wenn auch nur im reduzierten Masse, weiterleben können.

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Sandra Grimmer,
Gründerin Seefeld Style /
Vorstandsmitglied
Verband Frauen-
Unternehmen 

Ich schwanke zwischen Hoffnung und Verunsicherung. Manchmal muss ich mich zwingen, nicht in Aktionismus zu verfallen, sondern den Fokus auf das zu halten, was langfristig wichtig ist für uns als Familie und für Seefeld.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Wir hatten die letzten drei Jahre alles investiert, um unsere Hosen zu designen, die Schnitte zu perfektionieren, die Produktion von Kolumbien nach Portugal zu holen und auf Öko-Tex umzustellen. Das heisst, wir haben sehr viel Zeit und Geld hineingesteckt und ausgerechnet jetzt, wo wir parat sind rauszugehen, um zu zeigen, wieso Seefeld anders ist als andere Hosen, kommt der Lockdown. Und damit eine gewisse Verunsicherung. Schwer abzuschätzen, was das für unsere Umsätze bedeutet. Das einzige was wir jetzt tun können ist, transparent zu kommunizieren.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Das Leben in unserem Home Office mit unseren zwei kleinen Co-Workern (Ronja, knapp 4 und Milan 2,5), ist ganz schön wuselig. Mein Mann und ich wechseln uns in der Betreuung ab und teilen uns die Aufgaben im Haushalt. Da wir schon immer sehr gleichberechtigt organisiert waren, konnten wir sehr schnell eine neue Tagesordnung herstellen. Was auch schöne Seiten hat:: Ich verlege das Office in den Wintergarten (aka WLAN-Empfangsgrenze) von wo aus ich Sandkasten und Schaukel im Blick habe.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Manchmal muss ich aufpassen, nicht in Aktionismus zu verfallen, sondern den Fokus auf das zu halten, was langfristig wichtig ist für uns als Familie und für Seefeld. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir diese Krise überstehen werden, weil wir tiefe Fixkosten haben, bereits heute stark digitalisiert sind und am allerwichtigsten: weil wir unser Business auf Langlebigkeit ausgerichtet haben. Langlebigkeit im Sinne unserer Kundenbeziehungen, des Designs und der Qualität. Zu spüren, dass wir bereits ein tragfähiges Fundament aufgebaut haben, gibt mir Hoffnung und Zuversicht.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Für uns als Gesellschaft wünsche ich mir, dass die jetzt erlebte Solidarität, der spontane Ideenreichtum und der Stellenwert der «Vereinbarkeit» und Nachhaltigkeit anhält.

Christelle

Christelle Müller,
Co-Gründerin Petit Stellou 

Für unseren Arbeitsalltag bedeutet das, dass wir diesen "Zwangs-Slowdown“ bestmöglich nutzen wollen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Als Small Business trifft uns diese Krise hart. In der allgemeinen wirtschaftlichen Verunsicherung haben sämtliche Grosskunden ihre Bestellungen eingestellt und auch die Online-Verkäufe sind spürbar zurückgegangen. Fehlende Verkäufe bedeuten fehlende Einnahmen. Und da wir beide Gesellschafterinnen sind, ist bislang keine finanzielle Hilfe in Aussicht. Für unseren Arbeitsalltag bedeutet das, dass wir diesen "Zwangs-Slowdown“ bestmöglich nutzen wollen; uns endlich den Projekten widmen, die im bisherigen Alltag keinen Platz fanden.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Home Office ist für uns nicht neu, wir arbeiten seit Jahren so - Home Office mit Homeschooling ist jedoch eine ganz neue Story! Gerade für die Teenies ist es besonders schwierig, sich unter diesen einschränkenden Massnahmen zurecht zu finden. Sie vermissen Freiheit, Freunde, Aktivitäten und die gewohnten Tagesstrukturen. Dies bedeutet für uns: extra viel Geduld, Verständnis, Flexibilität und Liebe.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Für unsere Familie bin ich extrem froh, dass mein Mann auch ein Einkommen hat, so dass wir wenigstens dieses Standbein haben. Und ich bin generell zuversichtlich, dass wieder bessere Zeiten kommen werden. Im besten Fall sogar bessere denn je!

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass diese Krise eine Chancefür ganz viele kreative Neuanfänge, Verbesserungen, Fortschritte und positive Entwicklungen ist. 

Anne Voigt

Anne Voigt,
Gründerin Miniloop

Das Ausmass und das Tempo der Veränderung ist erschreckend und unübersehbar.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Wir vermieten Erstausstattungs-Kleiderboxen im Abo. Unsere Kundinnen sind Schwangere, die auch in normalen Zeiten durch eine Ausnahmezeit gehen. Die Unsicherheiten und Fragen nehmen jetzt bei vielen zu. Wir versuchen, Schwangere und Mütter während der Schwangerschaft und in der Anfangszeit mit einem Neugeborenen in Sachen Kleider-Erstausstattung zu unterstützen und auch sonst aus unserer Miniloop-Community mit Tricks und Tipps zur Seite zu stehen.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Unsere Tochter ist seit einer Woche zu Hause. Zusammen mit zwei anderen befreundeten Familien haben wir eine «Closed group» gegründet und betreuen an drei Tagen in der Woche unsere Kinder gegenseitig. Wir waren quasi die ganze Woche draussen im Wald. Keine Termine, keine Zwänge, die sonst durchaus an meinen Betreuungstagen da sind.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich bin im Moment noch gelassen. Das Ausmass und das Tempo der Veränderung ist jedoch erschreckend und unübersehbar. Daran versuche ich aber gerade nicht zu denken, sondern einfach zu schauen, dass wir gut durch diese Ausnahme-Zeit kommen.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
So unfassbar leidvoll die Krise für abertausende Menschen auf der Welt derzeit ist, sie birgt doch so viel Positives. Ein neuer Zusammenhalt, ein neues empathisches Miteinander ist derzeit am Entstehen.

Sandro

Sandro Nizzola,
Senior Product Manager bei brother 

Ich bin mir bewusst, dass meine Positivität auch von dem beeinflusst wird, dass ich in einem Unternehmen arbeite, welches grössere finanziellen Reserven besitzt.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Ich bin alleine in einem Büro, wo ansonsten fünf sehr kontaktfreudige Personen zusammenarbeiten. Ich bin zwar in ständigen Kontakt via Web - und Telefonkonferenzen, aber der persönliche Kontakt fehlt extrem.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Meine Frau ist selbständig und musste ihre Aktivität stilllegen. Sie beschäftigt sich den ganzen Tag mit den Kindern. Ich versuche hingegen möglichst früh morgens zur Arbeit zu erscheinen um dann abends schnellstmöglich daheim zu unterstützen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich bin grundsätzlich ein positiv gestimmter Mensch und erhoffe mir, dass nach der Rezession wieder der Aufschwung kommen wird. Ich bin mir aber bewusst, dass meine Positivität auch von dem beeinflusst wird, dass ich in einem Unternehmen arbeite, welches grössere finanziellen Reserven besitzt.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Dass wichtige Learnings daraus gezogen werden. Uns allen sollen die Kosten und Gefahren der Globalisierung bewusster werden und wir wieder erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben.

Eva Stelline

Eva Monteneri,
Gründerin
Stelline Familienberatung
stelline-beratung.ch 

Ein straff geplanter Tagesablauf hilft uns sehr.

Was bedeutet Convid-19 für Dich?
Am schmerzhaftesten ist die Absage aller Elternkurse. Diese sind nämlich nicht nur für den Austausch mit Eltern sehr wertvoll, sondern auch eine gute Einnahmequelle. Die individuelle Familienbegleitung, also die Beratung zu Themen wie beispielsweise Stillen oder Beikost ist weiterhin möglich, aktuell einfach digital via Skype oder Facetime. Doch auch hier spüre ich einen deutlichen Rückgang, da alle Familien im Moment erst mal ihren neuen Alltag aufgleisen müssen.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ein straff geplanter Tagesablauf hilft uns sehr. Meine Töchter sind im Primarschulalter, also braucht es fixe Zeiten und Regeln für das Lernen. Sie haben gutes Lernmaterial von den Lehrerinnen bekommen, trotzdem muss ein Elternteil dabei präsent sein. Mein Mann und ich können uns zum Glück abwechseln, müssen uns aber gut absprechen, damit jeder seine Home-Office-Zeit optimal nutzen kann.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Mein Mann, ebenfalls selbständig, und ich werden sicher eine Zeit mit nur minimalem Einkommen auskommen müssen. Falls die aktuellen Massnahmen nur einige Wochen andauern werden, können wir das überstehen. Ich hoffe einfach sehr, dass nicht mehrere Monate daraus werden.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich sehe durchaus die sozialen und ökologischen Chancen dieser Krise. Schon nach wenigen Tagen sieht man beispielsweise eine grosse gesellschaftliche Solidarität oder wie sich die Natur mit weniger Verkehr und Konsum erholen kann.

 

Kathrin Puhan

Kathrin Puhan, Gründerin You Advance

Lasst uns heute Mut zusprechen und füreinander (virtuell) da sein.

Was bedeutet Covid-19 für Dich ?
Viele Telefonate und die Neukonzeption von 100% Online-Trainings. Seit zehn Jahren halte ich ich mehrheitlich Sitzungen online ab, bei den Trainings war es bis anhin halb/halb.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Unsere Tochter, 9 Jahre, hat einen Aufgabenplan erhalten und die Lehrer sind via Telefon und Email ansprechbar. Morgens, von 9-12 Uhr verschwindet jeder in seiner «Ecke» und erledigt, was zu erledigen ist. Nach der Mittagspause gibt es eine weitere Runde Aufgaben und gemeinsame Besprechung. Sportliches und Unterhaltung steht dann auf dem Programm. Velofahren, Joggen und Spiele en famille.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Mir geht es gut. Ich bin besorgt, was die wirtschaftliche Lage des Landes und die Verhaltensweisen der Menschen betrifft. Ich bin mir bewusst, dass die Welt eine anderen sein wird, wir befinden uns im Moment in einer neuen Situation, irgendwas zwischen so-wie-immer und das unsichtbare Neue. Was macht das mit mir? Ich fokussiere mich auf meine Familie, mein Business und dass ich gesund bleibe.

Was wünschst Du Dir, für die Zeit nach der Krise?
Das kann ich sagen, wenn der Virus besiegt ist. Lasst uns heute Mut zusprechen und füreinander (virtuell) da sein.

Roberta
Tobias

Roberta & Tobias Zingg,
Gründer Stadtlandkind

Natürlich machen wir uns Gedanken, wie es weiter geht, wir sind aber zuversichtlich.

Was bedeutet Covid-19 für Euch?
Home Office hatte ich (Roberta) vorher schon, Toby arbeitet weiterhin in unserem Büro, da alle Mitarbeiter ebenfalls im Home Office sind, hat er drei Stockwerke plus Balkon für sich allein. Dass unsere drei Jungs seit der Schulschliessung daheim sind, fordert von uns einfach eine etwas angepasste und noch flexiblere Tagesstruktur. Und mehr Geduld für alle.

Wie seid Ihr in Eurer Familie organisiert?
Unter der Woche stehen wir (fast) zur gewohnten Zeit auf und frühstücken zusammen. Danach ist Schule angesagt, bei Fragen stehe ich zur Verfügung, versuche soweit möglich aber parallel zu arbeiten. Mittagessen haben wir während dieser Zeit gestrichen, es gibt einen gesunden Snack, aber ohne Kochen. Den Nachmittag verbringen die Kinder gerne im Garten beim Fussball- oder Pingpong Spielen, bevor es zum zweiten Teil Home Schooling geht. Toby hat das Kochen übernommen, einfach abends. Das geniessen wir grad alle.

Habt Ihr Existenz- und Zukunftsängste?
Uns geht es gut, wir sind (wieder) alle gesund. Natürlich machen wir uns Gedanken, wie es weiter geht, wir sind aber zuversichtlich. Unsere Mitarbeiter können grösstenteils von daheim arbeiten, und unser Versandteam verarbeitet Bestellungen weiterhin täglich zu den gewohnten Lieferzeiten.

Weil wir nach wie vor an unseren Grundwerten festhalten und unser Unternehmen ganz klar in Richtung Nachhaltigkeit und umweltbewusstem Konsum, regionalen und fair produzierten Produkten weiter entwickeln, werden wir mit Stadtlandkind stetig weiter wachsen können. Denn in der Nachhaltigkeit und Achtsamkeit liegt ganz klar die Zukunft, davon waren und sind wir nach wie vor überzeugt.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Wir wünschen uns nichts anderes als jetzt: Gesundheit und die Freiheit, weiterhin das tun zu können, was wir lieben.

Julia Wenger

Julia Wenger, Coach
julia-wenger.com 

Was bedeutet Covid-19 für Dich und Deinen Job?
Ich arbeite auch sonst grösstenteils vom Home Office aus (allerdings meist ungestört) und arbeite auch bereits oft online. Ansonsten habe ich Gesprächstermine und Anlässe, die nun alle abgesagt sind. Ich organisiere mich jetzt anders mit Telefonkonferenzen und Zoom Meetings. Ausserdem habe ich viel Zeit, um Konzeptionelles, das in letzter Zeit liegen geblieben ist, aufzuarbeiten.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Mein Mann und ich arbeiten beide von zuhause aus. Im Alltag werden wir eigentlich durch ein Aupair unterstützt, welches blöderweise zu husten begonnen hat… Nun gibt es einen strikten Plan: Morgens arbeiten alle an ihren Aufgaben, schauen Lernvideos oder spielen für sich. Nach dem Mittagessen gibt es Ruhezeit für die Kinder und nochmals eine Stunde Arbeit für mich. So schaffe ich mein 60%-Pensum in fünf Tagen und habe ab ca. 14.30 Zeit für die Kinder.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich fühle mich hundemüde und gleichzeitig auch sehr erfüllt. Die Ruhe im Alltag ohne Organisationsstress, das schöne Frühlingswetter und auch die viele Familienzeit tun mir gut. Ich beschäftige mich ausserdem gerade stark mit mir selbst ohne die vielen Ablenkungen von aussen.

Was wünschst Du Dir, für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass die Erfahrungen, die wir jetzt mit flexibler Arbeit und flexiblem Lernen machen, unser Verständnis der Arbeit und Schule verändert und die Möglichkeiten der Digitalisierung gestärkt und vermehrt genutzt werden.

Valenda

Valenda Penne
Partnerin mitPlan

Ich bin seit vergangener Woche im Home Office und musste gleichzeitig auf meinen
dreijährigen Sohn aufpassen. Zudem wusste ich nicht, wie sich die Situation meines Partners entwickeln würde. Diese Ungewissheit und die fehlende Struktur waren schwierig – ich war überfordert.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Zur Zeit noch viel Stress, Unmut und Sorgenfalten. Nichts desto trotz sehe ich die jetzige Situation als Chance, für mich einige Dinge aufzuräumen. Zudem erhalte ich die wohl einmalige Gelegenheit im Leben, ganz besinnlich und mit sehr wenig Einfluss von aussen mit meiner kleinen Familie zu leben.

Gemeinsam mit meiner Geschäftspartnerin unterstützen wir KMU mit einem Plan, um aus der Krise zu kommen. Das ist unsere Kernkompetenz. Wir sind überzeugt, dass die Entschleunigung genutzt werden sollte.
Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Wir sind noch nicht so organisiert, wie ich mir das wünsche. Ich bin seit vergangener Woche im Home Office und musste gleichzeitig auf meinen dreijährigen Sohn aufpassen. Zudem wusste ich nicht, wie sich die Situation meines Partners entwickeln würde. Diese Ungewissheit und die fehlende Struktur waren schwierig – ich war überfordert. Ab nächster Woche sind wir nun alle zuhause.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Mein Sohn, mein Partner und ich sind gesund und dafür sind wir jeden Tag dankbar. Zur Zeit habe ich keine Ängste um mich selbst, sondern um meine Freunde, die gerade ihre Selbstständigkeit aufbauen und direkt von dem Shutdown betroffen sind. Ich mache mir Sorgen um die Situationen in den Haushalten, wo Konflikte nun anschwellen und womöglich in häuslicher Gewalt enden. Und ich mache mir natürlich grosse Sorgen um die Risikogruppe.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Wir haben jetzt eine einmalige Gelegenheit, gemeinsam mit dem Rest der Welt all unsere Prozesse, seien es innere oder äussere, zu entschleunigen.

Cassie Meyer

Cassie Meyer, Gründerin
Nurture Hub

I’m having to adapt some of my original ideas, such as holding webinars instead of physical workshops for parents.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Launching a new business at this time of uncertainty isn’t easy, some may even say it’s crazy. However, my passion for supporting children and families is far stronger than my concerns for ‘the right moment’. Now, more than ever, parents are facing a challenging time trying to juggle work and home life. Being a new mother is isolating enough without these added concerns and boundaries of COVID-19. If I can bring some advice, support or reassurance to at least one parent during this time, I’ll consider the launch a success.

I’m having to adapt some of my original ideas, such as holding webinars instead of physical workshops for parents. The Yoga, Music and Movement classes will likely have a delayed start due to the governments direction on social distancing. The positive side is, I have more time to work on the content for the website and invest more time in planning.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
I try to work when my baby naps and during the evenings when my husband is free. Since my husband’s company announced the possibility of home office due to the spread of COVID-19, he no longer has the 3 hour commute to work. I’ve gained extra working time and he gets to spend more time with our little one.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Of course, I am anxious of what the future holds but I’m trying to stay positive and motivated.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
The need for isolation seems to have fostered a community spirit, bringing people together to support one another.

Jasmin Ehrsam

Jasmin Ehrsam,
Event Koordinatorin bei
Weleda

Vermutlich wird es nie wieder genau so sein wie früher.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Es ist derzeit sehr schwierig bis unmöglich, mit der Planung unserer diversen vorgesehenen PR-Events fortzufahren. Im Moment bin ich deshalb vor allem damit beschäftigt, alle geplanten Events und weitere physischen Aktivitäten abzusagen bzw. auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Dies ist alles gut im Home Office zu erledigen.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Normalerweise werden meine Kinder an meinen 2.5 Arbeitstagen pro Woche von meiner Mutter (76 Jahre alt) betreut. Jetzt ist es so, dass mein Mann auch zu Hause ist und wir uns so abwechseln können mit Home Office und Kinder betreuen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Am wichtigsten ist für mich, dass meine Familie und ich diese Zeit gesund überstehen und dann hoffentlich nach und nach alle wieder zur Normalität zurückfinden. Vermutlich wird es nie wieder genau so sein wie früher, doch richtige Existenzängste habe ich bis jetzt eigentlich nicht.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass wir diesen Zusammenhalt in der Bevölkerung, den man im Moment vermehrt spürt, beibehalten werden – und auch das Bewusstsein, dass Gesundheit und auch die vielen Freiheiten, die wir in der Schweiz normalerweise geniessen, keine Selbstverständlichkeit sind.

Anna Noss

Anna Noss, Gründerin von Mein Malort und Kinderwärts

Mir geht es gut. Ich habe mich schon seit längerer Zeit (vor der Corona-Krise) meinen Ängsten gestellt, das kommt mir gerade zu Gute.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Mein Atelier/Malort, wo ich sonst mit Kindern und Erwachsenen male, musste natürlich schliessen und auch meine Illustrationen wurden in den letzten Wochen viel weniger gekauft. Meine Schule hat logischerweise auch zu und wir versuchen online, per Telefon und auch per Brief den Kontakt zu den Kindern zu halten.

Ich nutze die Zeit, bastele an einem neuen Design für meinen Blog, arbeite an neuen Inhalten, habe meine Pinsel wieder mehr zur Hand genommen, illustriere, halte den Kontakt mit meinem Team und bereite Materialien und Videos für die Schulkinder vor.
Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich habe keine eigenen Kinder und muss eher schauen, dass ich nicht zu wunderlich werde, wenn ich so die ganze Zeit allein vor mich hin arbeite.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich habe mich schon seit längerer Zeit (vor der Corona-Krise) meinen Ängsten gestellt, das kommt mir gerade zu Gute. Ich versuche, auch wenn es abgedroschen und nach Kalenderspruch klingt, wirklich im Hier und Jetzt zu sein. Alles andere kann ich nicht beeinflussen. Meine letzte zwei Jahre waren persönlich sehr herausfordernd und ich habe dennoch allen Grund optimistisch zu sein und das bin ich jetzt auch auf diese Krise bezogen.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Das Zusammengehörigkeitsgefühl, das gerade herrscht ist wirklich toll und es wäre so schön, wenn wir uns das beibehalten könnten. Ich wünsche mir auch endlich ein Umdenken für unser Bildungssystem, vielleicht kann diese Krise das ja mit anschieben.

Rachele

Rachele De Caro,
Autorin von «Junge Macherinnen» & Verlegerin
Edition de Caro

 

Ehrlich gesagt, hat mich das Corona-Virus auf dem falschen Fuss erwischt. Vier bis sechs Wochen hatten wir alles was kreucht und fleucht. Von der «normalen» Grippe bis hin zu Magen-Darm-Infekt, die ganze Familie lag mehrmals flach. Das hat ziemlich an unseren und meinen Kräften gezehrt. Just in diesem Moment kamen die News von Italien.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Für unseren jungen Verlag Édition De Caro hat der Virus verschiedene Auswirkungen: Kommende Projekte verschieben sich nach hinten und das aktuelle Buchprojekt «Junge Macherinnen» wird natürlich, wie alles andere auch, gebremst. Wir mussten einige Buchvorstellungen absagen, unter anderem die Nacht der Frau im Orell Füssli am Bellevue. Gewisse Veranstaltungen werden nachgeholt, andere wohl nicht. Unser Buch ist aber schon letzten Herbst erschienen und so konnten wir bereits viele Exemplare verkaufen. Das war sehr wichtig für uns, weil wir das Buch selber herausgegeben haben und das ganze Risiko genommen haben.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Aus organisatorischer Sicht ändert sich bei uns zu Hause fast nichts. Mein Mann und ich arbeiten beide selbstständig und sind darum sehr flexibel. Er arbeitet von Montag bis und mit Donnerstag, sowie den halben Samstag unter anderem an einer Campingplattform. Ich arbeite am Freitag. Da unsere drei Kinder (4 Jahre, 2.5 Jahre und 7 Monate) alle noch nicht im schulpflichtigen Alter sind, sind sie auch sonst meistens zu Hause.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ehrlich gesagt, hat mich das Corona-Virus auf dem falschen Fuss erwischt. Vier bis sechs Wochen hatten wir alles was kreucht und fleucht. Von der «normalen» Grippe bis hin zu Magen-Darm-Infekt, die ganze Familie lag mehrmals flach. Das hat ziemlich an unseren und meinen Kräften gezehrt. Just in diesem Moment kamen die News von Italien. Das war wohl etwas zu viel für mich. Ich habe sehr sensibel darauf reagiert und hatte ein paar Tage grosse Verlustängste. Zudem hatte ich damals das Gefühl, dass die meisten Leute sich dem Ausmass der Situation überhaupt noch nicht bewusst waren. Mittlerweile habe ich meine Sicherheit wiedergefunden.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich freue mich auf den Sommer und darauf, dass wir als Familie die gemeinsame Zeit geniessen können. Darauf, den Kindern weiter beim Wachsen zu zuschauen, darauf, unsere Projekte weiter voran zu treiben und uns als Paar endlich wieder einmal richtig Zeit füreinander zu nehmen.

Sebastian Lanz

Sebastian Lanz,
Gründer rrrevolve 

Wenn am 19. April alles wieder im Lot ist, kommt alles gut. Wenn’s länger dauert, wird’s auch bei uns prekär. Aktuell hoffen wir noch darauf, dass uns unsere Kundinnen und Kunden nicht vergessen und bei uns im Online-Shop einkaufen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Unsere beiden Läden sind zu, das ganze Ladenpersonal zuhause. Ich selbst und das Büroteam betreuen weiter den Online-Shop.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Meine Frau und ich arbeiten nun je halbtags je mit und ohne Kinder. Morgens geh ich früh ins Büro und bin nachmittags mit den Kids zuhause. Die Produktivität pendelt sich ungefähr bei 18% ein. Das Versprechen, wirklich nicht mehr zu stören, hält meist ungefähr drei Minuten.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Existenzängste nicht, Zukunftsängste sicher. Wenn am 19. April alles wieder im Lot ist, kommt alles gut. Wenn’s länger dauert, wird’s auch bei uns prekär. Aktuell hoffen wir noch darauf, dass uns unsere Kundinnen und Kunden nicht vergessen und bei uns im Online-Shop einkaufen.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Bestenfalls merken wir als Gesellschaft und auch persönlich, dass es auch mit weniger funktioniert und dass nicht alles immer grösser, weiter und mehr sein muss.

Mary

Mary Blumer,
Gründerin We love you love

 

Ich denke nicht, dass meine Existenz wegen des Corona-Virus bedroht ist. Irgendwann geht es wieder bergauf und unser Leben kehrt in die Normalität zurück. Daran glaube ich fest.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Wir spüren es vorallem daran, dass unsere Lieferanten im Moment nicht mehr ausliefern. Da merkt man, dass Corona nicht nur uns betrifft, sondern die ganze Welt.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Diese erste Woche war vorallem mal ein Ankommen in dieser neuen Situation. Meine Kinder haben bereits am letzten Schultag viele Hausaufgaben mitbekommen. Ich hab dann als erstes einen Plan erstellt, welche Pflichten und Freuden von nun an zu ihrem Tagesplan gehören. Das funktioniert besser als ich dachte.

Aber grundsätzlich wird meine Arbeit 100 Mal am Tag unterbrochen und das macht es für mich schon viel anstrengender am Ball zu bleiben und den Faden nicht zu verlieren. Mein Mann arbeitet tageweise auch zu Hause. Damit kommt ein weiterer Faktor dazu, der Unruhe bringt.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Zum Glück bin ich grundsätzlich kein hysterischer Typ und passe mich schnell an neue Umstände an. Ich bin natürlich schon besorgt und bekomme es dann mit der Angst zu tun, wenn jemand aus meinem Umfeld erkrankt. Das ist bis jetzt zum Glück nicht der Fall. Ganz ehrlich, für mich ist das wichtigste, dass wir das möglichst alle überleben und gesund bleiben. Wenn wir deshalb auf Ferien verzichten müssen, uns weniger leisten können oder grundsätzlich kürzer treten müssen, dann nehme ich das gerne in Kauf.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich glaube an diesen Corona-Virus werden wir uns alle noch unser ganzes Leben erinnern. Ich hoffe, dass wir auch nach der Krise wieder mehr schätzen, was wir haben.

Yamo Luca

Luca Michas, Gründer yamo Babybrei 

Für StartUps sind gute Strukturen, effiziente Meetings und menschliche Interaktion enorm wichtig, dies nun aufrecht zu erhalten ist eine gewisse Herkulesaufgabe.

Was bedeutet Convid-19 für Dich?
Als Gründer eines jungen, kleinen StartUps bin ich natürlich besorgt über das, was gerade geschieht. Für StartUps sind gute Strukturen, effiziente Meetings und menschliche Interaktion enorm wichtig, dies nun aufrecht zu erhalten ist eine gewisse Herkulesaufgabe. Vor ein paar Tagen haben wir für alle unsere Mitarbeiter Home Office eingeführt und mussten sämtliche Prozesse und Workflows überdenken und anpassen. Als Online-Shop für Babynahrung sind wir aber gut aufgestellt um die aktuelle Krise zu meistern.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich selber habe noch keine Kinder. Meine gesamte Familie stellt sich in unserem Elternhaus in Schaffhausen auf eine Ausgangssperre ein. Ob ich ebenfalls nachziehe, habe ich noch nicht entschieden. Gemeinsam an einem Strang ziehen, einander Sorge tragen und sich trotz engem Raum jederzeit respektvoll verhalten ist nun enorm wichtig. Es braucht nun die Initiativen der Jungen um beispielsweise den Älteren beim Einkauf zu helfen, und die Einsicht der älteren Menschen darauf zu verzichten, aus dem Haus zu gehen. Nur so überstehen wir diese Phase als Gesellschaft.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Mit yamo sind wir in der glücklichen Lage, dass wir einen Onlineshop haben und daher trotzdem weiter arbeiten können. Aber wenn ich an alle kleinen Unternehmen denke, die nun schliessen müssen und in ihrere Existenz bedroht sind, blutet mein Unternehmer-Herz.

Was wünschst Du Dir, für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir die Einsicht der Weltbevölkerung, dass es so nicht ewig weitergehen kann. Wir müssen nachhaltiger mit unseren Ressourcen umgehen, die Umwelt schützen und eine bessere Balance finden zwischen ökonomischem Wachstum und der Sorgfalt für unseren Planeten.

Reeta

Reeta Nagel, 
Gründerin mustikka.ch

Wir sollten darüber nachdenken, wie wichtig und nachhaltig lokales Know-how und eine lokale Produktion und Industrie sind.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Ich vermute, die aktuellen Unsicherheiten rund um das Corona-Virus werden leider irgendwann einen negativen Einfluss auf die Bestellungen haben und kann in dieser Hinsicht nur hoffen, dass die Kunden uns weiterhin die Treue halten.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich habe auch bisher schon zum grössten Teil meine Kinder und meinen Onlineshop parallel bzw. gleichzeitig von zu Hause aus gemanaged. Lediglich einen Tag pro Woche wurden die Kleinen fremdbetreut. Von daher bin ich vermutlich krisenerprobter als manch andere. Die grösste Veränderung seit Corona ist wohl, dass mein Mann jetzt (teilweise) auch von zu Hause aus arbeitet und mich unterstützen kann.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Meine Einstellung war schon immer, dass alles seine Zeit hat unter dem Himmel. Aber ich gebe gerne zu, dass diese Unsicherheit auch für mich unangenehm ist. Vor allem, weil diese Pandemie weltweit wütet, mache ich mir beispielsweise schon Gedanken, wann ich meine Familie und meine Verwandten in Finnland wiedersehen werde.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich hoffe, dass dieser Test etwas Gutes bewirkt und wir darüber nachdenken, wie wichtig und nachhaltig lokales Know-how und eine lokale Produktion und Industrie sind. Ich glaube, dass in dieser Hinsicht viel hinzugewonnen werden kann.

Nadine unplugged

Nadine Chaignat, Gründerin Mamas Unplugged

Ich bin sehr dankbar, dass wir in einem so gut aufgestellten Land leben und dass sich in Krisen immer auch das Gute zeigt: Menschen, die füreinander sorgen und füreinander einstehen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Umdenken und neu strukturieren – privat wie beruflich. Ich arbeite hauptsächlich für unsere Plattform mamasunplugged.ch und da müssen wir rasch reagieren und auf die veränderte Situation unserer Community eingehen. Wir werden unter dem #hierkommtwasgutes ab sofort unsere Community mit Content in ihrer aktuellen Situation unterstützen. Dies aufzugleisen kostet grad einiges an Aufwand, aber wir haben den ganz starken Wunsch, unser Know-how und unsere Beziehungen zu nutzen, um mit unseren Möglichkeiten unsere Solidarität auszudrücken. Wir wollen unsere Vision, Eltern zu inspirieren und ermutigen, gerade auch jetzt leben.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Wir haben ja bereits vor Corona Home Schooling gemacht, insofern sind wir eigentlich gut aufgestellt und haben die Home-Office-Arbeitszeiten mittels Au Pair gut abgedeckt. Jedoch fällt das Au Pair nun krankheitsbedingt aus. Darum geht es uns grad gleich wie allen: Wir arbeiten im Home-Schooling-Home-Office-Modus. Mein Mann arbeitet noch fast 100% extern. Die Nachbarn unterstützen uns sehr, indem sie immer wieder stundenweise mit den Kindern etwas machen. Ich arbeite viel über die Mittagsruhe und abends. Die Kombi von Neben-den-Kindern-Arbeiten muss zwangsläufig sein, ist aber sehr stressig für beide Seiten.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Im Moment bin ich positiv. Aber natürlich mache auch ich mir Gedanken, wie das mittelfristig sein wird, mache mir Sorgen um meine Eltern, fühle mit den Menschen mit, die stark vom Virus betroffen sind und denen, die dafür sorgen, dass Gesundheitswesen und Versorgung aufrecht erhalten bleibt.

Was wünschst Du Dir, für die Zeit nach der Krise?
Dass dieses Miteinander und Füreinander bestehen bleibt. Auch die Flexibilität in der Arbeitswelt.

Tanja

Tanja Forcellini, Yoga Instructor
Yogatanja.com

Trotz allem gibt es zwischendurch Momente der Einsicht und der Kreativität, etwas Neues aus dieser Situation zu erschaffen – sprich über meine Komfortzone hinauszugehen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Stillstand und Unsicherheit. Unsere Yogaläden haben alle geschlossen, Yogaklassen und Workshops finden zur Zeit in den Studios keine statt und bei den Retreats herrscht viel Unsicherheit. Trotz allem gibt es zwischendurch Momente der Einsicht und der Kreativität, etwas Neues aus dieser Situation zu erschaffen – sprich über meine Komfortzone hinauszugehen. Für mich persönlich bedeutet das, mich vermehrt mit der digitalen Welt auseinanderzusetzen, Yoga- und Meditationsklassen online anzubieten und unseren Online Shop stärker zu positionieren.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Nun kommt mir die Situation, dass ich seit Geburt meines Sohnes, alleinerziehend bin, zu Gute. Aspekte wie Zeitmanagement, ein gut strukturierter Alltag und wertvolle Unterstützung von Familie und Freunden sind bei mir seit elf Jahren das A & O. Auch arbeite ich seit vielen Jahren im Homeoffice und war in den vergangene Jahren auch schon mit meinem Sohn auf längeren Reisen.  Dadurch ist die Situation für uns, morgens zu arbeiten und den Schulalltag zu meistern, nichts Neues. Die Nachmittage widmen wir dann den freudvollen Momenten und geniessen das Zusammensein.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Das ist ein Wechselbad der Gefühle. Manchmal übernimmt die Unsicherheit die Führung meiner Gedanken. Und dann entstehen wiederkehrende Momente, die erfüllt sind von Urvertrauen, dass auch aus dieser Krise neue Möglichkeiten entstehen können.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Eine weiterhin lebensbejahende Haltung und dass wir an dieser Krise nicht zerbrechen, sondern resilienter denn je dem Leben entgegen blicken können.

Daniela

Daniela Rüthemann,  Marketing My Snowflake 

Ich probiere positiv zu bleiben, Tag für Tag zu nehmen und mich an die Richtlinien des Bundes zu halten. Die ganze Situation ist aber schon sehr belastend.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Seit zwei Wochen bin ich nun bereits im Home Office. Zum Glück kann ich in meinem Job fast alle Arbeiten auch von Zuhause aus tätigen. Aber schon nach dieser kurzen Zeit fehlt mir der Laden und vor allem der Austausch mit meinen Kolleginnen.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Mein Mann arbeitet 90% – aktuell auch im Homeoffice – und ich 40%. Unser Kleiner wird normalerweise von meiner Mutter betreut und unser Grosser geht in die Kita. Da die Kinderbetreuung jetzt komplett entfällt, müssen wir uns die Betreuung aufteilen. Das heisst für uns sowohl flexibel als auch abends und am Wochenende arbeiten. Es klappt soweit ganz gut. Klar muss man teils vor- und nachgeben; es gibt aber auch mehr Zeit als Familie.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich probiere positiv zu bleiben, Tag für Tag zu nehmen und mich an die Richtlinien des Bundes zu halten. Die ganze Situation ist aber schon sehr belastend. Der ungewisse Verlauf und die Angst um meine Familie und Freunde beschäftigen mich.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Dass ein Stück der grossen Solidarität, die jetzt von vielen gezeigt wird und von der Entschleunigung, die wir erleben, auch nach der Krise bleiben. Dass wir aus der Situation lernen und unsere Gesundheit sowie Freiheiten wieder schätzen lernen.

Ilka

Ilka Glemit,
Head of PR bei Lillydoo

Für die Maximadame machen wir jede Woche einen Highlight-Plan, damit sie sich täglich auf etwas freuen kann – eine Fahrradtour, einen Waldausflug, Kuchen backen oder ähnliches.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Die Einschränkungen sind schon gewaltig und haben meinen gesamten Alltag auf den Kopf gestellt – sowohl im Privaten als auch im Job. Meine Firma LILLYDOO hat bereits sehr früh große Zusammenkünfte vertagt und alle Mitarbeiter arbeiten für die nächsten Wochen im Home Office. Da wir schon immer sehr digital arbeiten, ist diese Umstellung bisher reibungslos verlaufen. Nur die Mittagsgespräche und der persönliche Austausch nebenbei fehlen mir gerade, aber dank Chat, Video-Calls und Telefon bleibt man trotzdem in Kontakt.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Bei uns in Deutschland sind die Schulen und Kitas fünf Wochen lang geschlossen. Da haben mein Mann und ich schon erstmal geschluckt, als das verkündet wurde. Meine Töchter sind zwei und sechs Jahre alt und besonders die Minimadame kann sich natürlich noch nicht so lange alleine beschäftigen. Wir gehen das daher recht pragmatisch an – Telefonate werden beim Spaziergang geführt, wer gerade kann, spielt mit den Kindern und ab und zu werden beide auch einfach vorm Fernseher geparkt. Für die Maximadame machen wir jede Woche einen Highlight-Plan, damit sie sich täglich auf etwas freuen kann – eine Fahrradtour, einen Waldausflug, Kuchen backen oder ähnliches.

Die Umstellung ging und geht natürlich nicht total reibungslos vonstatten. Manchmal liegen die Nerven blank, es wird laut und man muss mal ganz tief durchatmen. Aber wir müssen uns mit der Situation arrangieren, also klappt das auch.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Wir sind gesund, dürfen uns noch frei bewegen. Ich nehme das als ein sehr grosses Privileg wahr. Wir sind in der sehr luxuriösen Situation, dass wir von zu Hause arbeiten dürfen und noch hinaus können – sei es einfach in den Garten oder zum Spazieren. Es gibt etliche, die nicht so viel Glück haben und wenn es mal wieder total chaotisch ist, hilft mir dieser Gedanke sehr.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Dass das bewusste Fragen «Kann ich Dir helfen?» oder «Was brauchst Du?» nicht nur in einer Krise wie dieser zum Miteinander gehören.

Hannah

Hannah Ladda, Gründerin diepositivegeburt.ch

Jetzt schaukeln mein Mann und ich momentan seinen Job, unser Business, die Kinderbetreuung, unseren Hund und den Haushalt. Es ist schon ein Herausforderung.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Bis vor kurzem war meine Arbeit stark auf den menschlichen Kontakt fokussiert. Ich habe in meinem Praxisraum Gruppenkurse sowie einzeln die Paare bzw. Frauen begleitet und im Hypnobirthing unterrichtet. Jetzt ist Umdenken und an die heutige Situation anpassen gefordert – dies ist nervenaufreibend, aber auch spannend. Bereits im letzten September eröffnete ich zusammen mit meinem Mann einen Onlinebereich. Diesen werden wir nun ausbauen und kreative Lösungen suchen, die Paare weiter zu unterstützen. Dazu werde ich die Kurse bis auf weiteres auf einer Online Learning Plattform anbieten.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Bis vor ein paar Wochen hatten wir ein Aupair. Ihre Hauptaufgabe war die Kinderbetreuung und nebenbei noch etwas Unterstützung im Haushalt. Somit konnte ich täglich einige Stunden arbeiten und danach die Zeit mit den Kindern geniessen. Sie ist (verständlicherweise) nach Hause als die Schulen in der Schweiz zugingen. Jetzt schaukeln mein Mann und ich momentan seinen Job (Architekt zurzeit im Home Office), unser Business, die Kinderbetreuung, unseren Hund und den Haushalt. Wir wechseln uns ab, damit die Kinder immer mindestens eine Person ganzheitlich für sich haben. Es ist schon ein Herausforderung.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Momentan bin ich nicht die Ruhe pur und auch etwas durcheinander. Ich bin angespannter, schlafe schlechter und muss mein Medienkonsum (vor allem Nachrichten) bewusst regulieren. Was mir besonders hilft ist Bewegung, Zeit mit meiner Familie bewusst gestalten und täglich etwas Fröhlichkeit bzw. Dankbarkeit einsetzen. 

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Aus dieser schwierigen Zeit können wir einiges nehmen, sie ist auch ein Chance für alle. Wir fahren runter, bleiben Zuhause, entdecken uns bzw. unser Umfeld neu, konsumieren bewusster und kaufen bewusster ein.

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Nina Gschwilm,
Gründerin
Kari Kari

Ich freue mich über jede Anfrage und Online-Bestellung, denn die braucht Kari Kari in solch ungewissen Zeiten mehr denn je.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Corona trifft mich beruflich ziemlich hart. Wir mussten den Laden diese Woche vorübergehend schliessen. Kari Kari ist eine Boutique in der nachhaltige Kleider und Accessoires gekauft werden können, aber es steckt auch all mein Herzblut, meine Passion und meine Existenz darin. Für mich hat die persönliche Beratung und der direkte Kundenkontakt immer höchste Priorität, daher macht mein Online-Shop im Schnitt nur ca. 10% meiner Umsätze aus. Ich muss also ich in den nächsten Wochen mit grossen Verlusten rechnen und flexibel bleiben, was digitale Betreuung angeht. Die Massnahmen vom Bund sind allerdings der einzig richtige Weg um die Verbreitung einzudämmen.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich habe keine Kinder die betreut werden müssen. Mein Partner und ich verlassen das Haus nur, um mit dem Hund spazieren zu gehen, Bestellungen zu verschicken oder dringende Einkäufe zu erledigen. Zudem wohne ich im «Kari Kari Haus» und kann also weiter in den Laden, Ware annehmen, Bestellungen verschicken und das Lager aufräumen ohne das Haus verlassen zu müssen.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Meine Liebsten und ich sind gesund, das ist das Wichtigste. Zum Glück werden Selbständigen nun auch angemessene Unterstützungen vom Bund zugesprochen. Unsere Reserven sind sehr gering, das heisst eine eventuelle Erweiterung der ausserordentlichen Lage und eine damit einhergehende Verlängerung der Ladenschliessung macht mir grosse Sorgen.

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Melanie Steinbeisser, 
Marketing & Communication Specialist
CCV Schweiz

Normalerweise würde ich 60 Prozent auf drei Arbeitstage verteilt arbeiten. Mit dieser Zwischenlösung, werde ich aber meine 60 Prozent auf fünf Arbeitstage verteilen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Viele sind verständlicherweise verunsichert und haben Fragen. Unsere Geschäftsleitung hat uns immer wieder auf dem Laufenden gehalten. Mittlerweile arbeiten alle die können, von zu Hause aus. Damit diejenigen, welche weiterhin im Büro sein müssen, auf unsere Arbeitsplätze ausweichen können und somit den nötigen Abstand haben.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert
Hier mussten wir kreativ werden. Normalerweise haben wir ein tolles Tagesmami. Nun aber mussten wir dies aus bekannten Gründen pausieren. Wir müssen uns alle schützen. Mein Mann wird früh im Geschäft sein, damit er auch so früh als möglich wieder nach Hause kommen kann. Ich schau in der Zeit unserer Tochter. Am Morgen schaffe ich es vielleicht Mails zu checken. Über Mittag, wenn die Kleine Mittagsschlaf macht, arbeite ich auch ganz kurz. Und wenn mein Mann nach Hause kommt, betreut er die Kleine und ich mach mich an die Arbeit. Normalerweise würde ich 60 Prozent auf drei Arbeitstage verteilt arbeiten. Mit dieser Zwischenlösung, werde ich aber meine 60 Prozent auf die fünf Arbeitstage verteilen, so fallen auf den Tag verteilt nicht so viele Stunden an. Sollte es nicht reichen, gibt’s ja noch das Wochenende.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Meine Familie und ich sind gesund. Zukunftsängste habe ich keine.

Was wünschst Du Dir, für die Zeit nach der Krise?
Dass die Familienzeit wieder mehr war genommen wird, auch Personen in der Familie mehr besucht werden. Oder sich Familienmitglieder bewusst werden, nichts ist unendlich und einander geniessen.

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Anna von Hellberg 
Gründerin Motel a Miio 

Für uns ist die Situation nicht leicht, wir mussten alle unsere Läden schliessen, das sind enorme Umsatzeinbussen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Für uns ist die Situation nicht leicht, wir mussten alle unsere Läden schliessen, das sind enorme Umsatzeinbussen. Mitarbeiter sind in Kurzarbeit und auch wir sind mit unseren Kindern teilweise ans Zuhause gebunden und müssen uns sehr gut organisieren.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Mein Mann und ich teilen uns auf, mal arbeitet mein Mann, dann ich. Da wir ja auch unsere Eltern nicht einsetzten können, sind wir in der Situation ganz auf uns gestellt. Ich versuche den Tag gut zu strukturieren, eine gewisse Routine zu behalten. Natürlich müssen sich die Kinder auch hier und da mal selbst beschäftigten, soweit das geht. Calls kann ich ganz gut beim Spazieren erledigen. Der Kleine zufrieden im Kinderwagen und die Grosse auf dem Rad.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich versuche positiv zu bleiben. Es gibt immer noch Menschen, denen geht es viel schlechter als uns. Ich denke mir immer, wir haben trotz Krise noch so viel was andere nicht haben wir. Aber klar mache ich mir Gedanken, wie es weitergeht, vor allem mit Motel a Miio.

Was wünschst Du Dir, für die Zeit nach der Krise?
Ich kann mir jetzt noch gar nicht vorstellen, wie es aussehen wird und wann es vorbei sein wird. Dennoch wünsche ich mir für mein kleines Universum, dass meine Kinder das Meer wieder sehen, riechen und spüren und ihre Freunde und Familie wieder in die Arme schliessen können.

FRANK

Frank Urech,
Gründer Mooris

Ich selber bin sehr erstaunt wie nahe und verbunden ich mich trotz Social Distancing fühle.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Wir haben uns sehr schnell organisiert und zum Glück funktioniert Mooris.ch als Multi Channel Plattform von überall. So können unsere Mitarbeiter gut von zu Hause aus arbeiten. Ich selber bin sehr erstaunt, wie nahe und verbunden ich mich trotz Social Distancing fühle und sehe daraus gerade viele Chancen und Möglichkeiten für unser Unternehmen.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Unsere zwei wilden Boys Léon 5.5 Jahre und Louis 3.5 Jahre halten uns ziemlich auf Trab. meine Frau und ich sind beide sehr engagiert bei mooris.ch sodass unsere Jungs normal drei Tage im Hort und der Kita sind.

Zur Zeit arbeiten meine Frau und ich abwechslungsweise halbtags und die freie Zeit beschäftigen wir die Jungs. Ist schon grad etwas anstrengend. Klar sind wir organisiert, aber hauptsächlich sind wir einfach am funktionieren und machen.

Hast Du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich hatte noch nie Existenz- oder Zukunftsängste – ich glaube, das ist auch einer meiner Erfolge als Unternehmer.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Nach dieser Krise wünsche ich mir viel Energie, Kraft und die Einsicht, Chancen zu erkennen, um Dinge anders zu sehen und anzupacken.

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Saskia Iten, 
Co-Founder Switzerland
Artnight

Ich wünsche mir, dass die Menschen ihren Optimismus nicht verlieren, dass sie sich um jene sorgen, die unter der Krise besonders gelitten haben.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Normalerweise bringen wir bei ArtNight Schweiz Menschen abseits des digitalen Alltags zusammen. Aufgrund der aktuellen Lage ist dies leider nicht möglich. Wir mussten in kurzer Zeit zahlreiche Entscheidungen fällen, revidieren, Ideen sammeln. Für unser Team war schnell klar: Kreativität ist jetzt wichtiger denn je, also bringen wir den ArtNight Malspass via Livestream zu unseren Gästen nach Hause. Derzeit arbeiten wir auf Hochtouren an neuen Motiven – unter anderem auch für die speziellen Kids ArtNights, damit wir Familien mehr Farbe in ihre vier Wände bringen können.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert
Ich habe selbst keine Kinder und wohne in einer Wohngemeinschaft. ArtNight Schweiz habe ich gemeinsam mit meinem Bruder Mario gegründet. Durch die Corona-Krise arbeiten wir noch enger zusammen, aus gesellschaftlicher Verantwortung wann immer möglich aus dem Home Office.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Wer hätte vor einigen Monaten gedacht, dass so etwas möglich wäre? Auch wenn die Corona-Krise vieles durcheinander wirbelt und die Welt in Ausnahmezustand versetzt, erfahre ich viel Unterstützung aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, fühle mich von Mitarbeitern gestützt und getragen. Wir haben ein super tolles Team, jeder packt an. Das ist es doch, was in solchen Momenten zählt.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass die Menschen ihren Optimismus nicht verlieren, dass sie sich um jene sorgen, die unter der Krise besonders gelitten haben.

Patricia

Patricia Furrer, Familienarbeit und Katechetik, Stadtkirche Winterthur 

Zu der Rolle der arbeitstätigen Mutter und Hausfrau gesellt sich neu der Anspruch, die Kinder auch noch beim Homeschooling zu begleiten, was nicht nur freudig aufgenommen wird und nicht zusätzlich zu einem guten Wohnklima beiträgt.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Nach chaotischen Tagen, kehrt langsam ein Hauch von Alltag in unser Leben zurück. Die geplanten Veranstaltungen wurden verschoben, die Online-Lernplattformen für unsere Kinder sowie die nötige Software für das Home Office sind installiert. Ich komme einen Moment zum Durchatmen und schaue mir ungläubig die Bilder der leeren Strassen von Zürich und New York an und beginne, die Tragweite dieser Pandemie so langsam zu realisieren. Alles steht still, nichts geht mehr. Nichts ist mehr so wie vorher. Nebst dem Wichtigsten, im Moment die Risikogruppen zu schützen und zuhause zu bleiben, versuche ich etwas Positives aus dem Stillstand zu ziehen. Bezogen auf meine Arbeit zu überdenken, ob es für bisweilige Angebote neue digitale Kanäle gibt oder neuen Ideen Raum zu geben. Sachen auszuprobieren, für die man vorher keine Zeit hatte. Festgefahrenes überdenken.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Natürlich merke ich, trotz der luxuriösen Situation, dass ich im Home Office arbeite und auch mein Mann seine Arbeitszeit flexibel gestalten kann, dass es neue Herausforderungen zu bewältigen gibt. Zu der Rolle der arbeitstätigen Mutter und Hausfrau gesellt sich neu der Anspruch, die Kinder auch noch beim Home Schooling zu begleiten, was nicht nur freudig aufgenommen wird und nicht zusätzlich zu einem guten Wohnklima beiträgt. Das bedingt zuhause das Überdenken der Arbeitsteilung und vor allem eine grosse Portion Goodwill und Toleranz.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich hoffe, dass wir durch diese Krise, trotz dem räumlichen Abstand wieder näher zusammenrücken und die grosse Solidarität die zu spüren ist, auch danach lebendig bleibt.

Patrik

Patrik Luther, stellvertretender Verlagsleiter
Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Umwege im Leben erhöhen die Ortskenntnisse. Ich wünsche mir, dass wir diesen aktuellen Umweg nutzen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Das Virus erwischt uns alle auf dem falschen Fuss. Meine grösste Herausforderung liegt darin, aus allen Informationen einen verträglichen und glaubwürdigen Informationsgehalt herauszuschälen, den ich gut einordnen kann. Dies hilft mir mit meiner Familie, aber auch im Verlag bei Fritz+Fränzi. «Realität ist relativ» und ich erkenne dies sowohl in den Gesprächen in meinem Umfeld, als auch mit meinen Mitarbeitern.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Wir müssen das Familienleben neu organisieren. Dies umgehend und ohne Transformationszeit. Alle Familienmitglieder müssen plötzlich mehr Rücksicht nehmen und tragen mehr Verantwortung für alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Ganz ehrlich waren wir die ersten Tage ganz arg chaotisch unterwegs, mittlerweile hat sich dies aber schon ganz gut eingespielt und wir lernen jeden Tag dazu. Mein Bürotisch zwischen Kinderjacken und Staubsauger ist eingerichtet und nachmittags zügle ich jeweils auf den Balkon und arbeite faktisch draussen.

Der spannende Teil daran ist, dass beide plötzlich sehr genau sehen, was der andere für Leistungen erbringt den ganzen Tag.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Ich bin enorm dankbar, dass meine Familie und ich gesund sind. Es mag abgedroschen klingen, aber es gibt kaum Wichtigeres. Für unsere Arbeit, die Stiftung und das Fritz+Fränzi haben wir in der vergangen Woche sehr viel Arbeit geleistet, um den Eltern, auch während der Schulschliessung, als Begleiter zur Seite zu stehen. Wir haben aber auch viel investiert, um unseren Mitarbeitern eine umgehende, sichere Home-Office-Umgebung zu gewährleisten und den Betrieb für alle sicherzustellen.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Erstmals wünsche ich mir, dass wir uns schnellstmöglich in «nach der Krise» befinden. Kafi Freitag hat dies letzthin treffend formuliert: Umwege im Leben erhöhen die Ortskenntnisse. Ich wünsche mir, dass wir diesen aktuellen Umweg nutzen.

Sonia

Sonia Eterno, Gründerin Shubidu

Mein Mann und ich haben die Betreuungs- und Kochzuständigkeit unter der Woche geregelt, damit auch jeder seine Arbeitszeitfenster zur Verfügung hat.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Durch den Stop des Schul-, Sport- und Vereinsbetriebs fallen die relevanten Aktivitäten eines Familienkalenders weg: konkret alle Familientermine. Wir stellen fest, dass rund 80% weniger Termine eingetragen werden. Die Neu-Installationen gehen jedoch trotzdem weiter, denn jetzt hat man anscheinend Zeit sich mit dem Einrichten des Shubidu-Kalenders auseinanderzusetzen. Insofern ist dies trotz sinkender Aktivitäten eine positive Erkenntnis, welcher den Nutzen respektive das Bedürfnis unseres Familienkalenders unterstreichen.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Zusammen mit den Kindern haben wir eine Tagesstruktur inkl. Sportteil und Screen-Time aufgestellt. Zusätzlich haben mein Ehemann und ich die Betreuung- und Kochzuständigkeit unter der Woche geregelt,damit auch jeder seine Arbeitszeitfenster zur Verfügung hat. So haben wir definiert, wer jeweils für die Betreuung zuständig ist und wer produktiv arbeiten kann.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Der Virus beschäftigt mich privat und beruflich sehr. Vorallem, weil man nicht abschätzen kann wie lange diese Ausnahmesituation andauern wird. Existenzängste rund um SHUBiDU habe ich nicht direkt, aber der Zeitpunkt ist jetzt schon suboptimal. Wir haben die App nun stark verbessert, Fehler behoben, sie in drei weitere Sprachen übersetzt und sind nun wirklich ready für die breite Vermarktung.
Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Für die Zeit nach dem Stillstand wünsche ich mir, dass wir uns weiterhin alle mehr darauf besinnen, was und wer wirklich wichtig ist für uns.
Rachel

Rachel Nguyen Isenschmid, Co-Founder Ananda

Wir sind alle zusammen und kämpfen zusammen. Dass ich nicht alleine bin, gibt mir Zuversicht.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Covid-19 zwingt mich persönlich zu grossen Einschränkungen, da ich normalerweise relativ viel reisen muss. Ich habe Familienangehörige in Asien, Amerika und in der Schweiz. Mein einziger Fokus liegt jetzt darauf, sicher (zuhause) zu sein und meine Familie zu schützen. Glücklicherweise führe ich meine verschiedenen Projekte bereits dezentral und deshalb sind die Umstellungen für mich persönlich nicht so gross.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Mein Sohn geht in Amerika zur Schule. Er bekommt von seiner Schule auch viele Anleitungen für Online-Programme. Nun haben wir viel Zeit zu reden und teilweise gehen wir virtuell zusammen in die Schule auf einer Computerspielplattform. Mein Mann arbeitet nun jedoch auch im Home Office und deshalb wird der Platz ein bisschen eng bei uns. Da er sehr viel am Telefon ist, müssen wir uns ein bisschen ausweichen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Mir geht es ganz gut. Mittlerweile lebe ich schon seit über zwei Monaten mit der Ausbreitung von Covid-19, da ich im Januar während des vietnamesischen Neujahrs in Asien weilte. Meine Hoffnung bleibt, dass die Krise bald vorbei sein wird. Existenzängste habe ich nicht. In dieser Hinsicht sind wir alle zusammen und kämpfen zusammen. Dass ich nicht alleine bin, gibt mir Zuversicht.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Mein grösster Wunsch nach der Krise ist es, mit all meinen Familienangehörigen und Freunden wieder zusammen zu kommen. Nach dieser schwierigen Zeit wünsche ich mir auch, dass die Menschen sich überlegen und mehr darüber nachdenken, was wir besser für die Gemeinschaft und die Umwelt tun können und wie wir unserer Gesellschaft noch besser sorgen tragen können.

Sonia Custodero

Sonia Custodero Rodriguez,
Head of Marketing & Communication
Ifolor

Vereinzelt treffen wir uns mit dem ifolor Team zum virtuellen Morgenkafi um an Ideen zu spinnen und gegen das Decke-auf-den-Kopf-fallen-Syndrom.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Bei ifolor sind wir glücklicherweise sehr gut aufgestellt – Home Office war davor bereits möglich. Nun arbeiten wir alle von Zuhause aus. Mein Team ist zudem sehr digital unterwegs: Wir slacken was das Zeug hält, halten Meetings per Video-Calls. Vereinzelt treffen wir uns zum virtuellen Morgenkafi um an Ideen zu spinnen und gegen das Decke-auf-den-Kopf-fallen-Syndrom. Bei mir trifft Covid-19 auf die letzten Schwangerschaftswochen und so versuche ich gerade Projekte abzuschliessen und eine gute Übergabe an mein Team zu machen. Auch vermisse ich die fast tägliche Berliner- und Frischsaftlieferung lieber Arbeitskollegen aus dem Office.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Vor dieser Herausforderung stehe ich (noch) nicht. Mein Partner und ich arbeiten beide von Zuhause aus, unser Baby braucht keine Sonderbetreuung im Bauch.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Mir geht es soweit gut. In der 32. Schwangerschaftswoche muss ich mich nun schonen. Existenz- oder Zukunftsängste habe ich keine. Jedoch bereitet mir die aktuelle Lage etwas Sorgen: Irgendwann in den nächsten Wochen, werde ich mein Baby zur Welt bringen, in einem Spital. Wir hoffen dre Kleine macht es sich noch ganz lange gemütlich im geschützten Bauch. Bis dahin – und wenn wir alle zuhause bleiben – ist der gröbste Corona-Peak hoffentlich überstanden. Spitalbetten wieder frei, Restriktionen für Besucher gelockert. Und: Hoffentlich dürfen die Partner dann zur Geburt sicher dabei sein. Gerade wird darüber debattiert dies zu verbieten.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass wir ein grosses Stück der jetzt entstehenden Ruhe, ein Stück Entschleunigung mitnehmen in unseren zukünftigen Alltag.

Mariska

Mariska Beirne, Gründerin Greenbubble

An den Tagen, an denen ich als Mama, Unternehmerin und neu auch als Wohnzimmer-Lehrerin unser Schifflein durch die Wogen navigiere, komme ich kaum zum Nachdenken.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Ich bin Inhaberin von zwei Kleinunternehmen: «Lemon Spark» ist eine Kommunikationsagentur, «Green Bubble» ist ein Online-Shop für Flaschengärten. Bei «Lemon Spark» laufen glücklicherweise einige Projekte ohne Einschränkung weiter, andere wurden auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Bei «Green Bubble» ist mein Umsatz bei den Workshops eingebrochen und Bestellungen kommen derzeit auch eher spärlich. Hier sehe ich aber mit meinen Flaschengärten-DIY-Kits noch Potenzial. In den letzten zwei Wochen hatte ich allerdings nicht mal Zeit für Instagram-Posts.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich merke, dass aktuell meine Erfahrungen als selbständigerwerbende und alleinerziehende Mama nur bedingt taugen. So etwas wie die Corona-Krise haben wir schlicht alle noch nie erlebt. Meine beiden Töchter sind bereits erwachsen, meine Söhne sind 8 und 10 Jahre alt. Bis jetzt ist Home Schooling noch ein Abenteuer und wir haben die ersten Tage gut gemeistert. Das liegt auch an den beeindruckenden Vorbereitungen der Lehrerinnen. Eigentlich müssten die Kinder ja selbständig arbeiten, aber ich bin doch immer wieder gefragt – selbst wenn es manchmal nur darum geht, die Anleitungen nochmals gemeinsam zu studieren oder zu motivieren.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Mich beunruhigt das Ungewisse; so geht es vermutlich gerade sehr vielen. In meiner Familie und in unserem Umfeld sind einige Menschen, um die ich mich sorge. An den Tagen, an denen ich als Mama, Unternehmerin und neu auch als Wohnzimmer-Lehrerin unser Schifflein durch die Wogen navigiere, komme ich kaum zum Nachdenken. Doch wenn sich freie Zeitinseln auftun, ist dieses merkwürdige Corona-Gefühl wieder da.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Dass etwas von den positiven Aspekten bleibt, die diese schwierige Zeit mit sich bringt: Die Rückbesinnung auf das Alltägliche, Kleine, Unspektakuläre.

Bea

Bea Johner, Business Service Director & Digital Transformation Manager bei Lyreco

Ich empfinde das Konzept Home Office fast schon als missbräuchliche Lösung, besonders für Frauen.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Ich bin in der Geschäftsleitung eines Handelsbetriebes und habe zudem eine Kinderschachorganisation mit Festangestellten. Durch den Virus ist all das auf den Kopf gestellt. Notfallszenarien müssen ausgearbeitet werden, Umsätze brechen weg, ein 24 Stunden Dauereinsatz.

In meiner primären Arbeit ist der Virus eine Bedrohung und Chance. Der Bedarf an Produkten verändert sich, klassische Prozesse müssen hinterfragt und beschleunigt werden und Digitalisierungsprojekte, die bis anhin schleppend vorankommen werden nun in Rekordzeit umgesetzt. Bezüglich meiner Kleinfirma, weiss ich noch nicht, ob und wie wir das schaffen, das ist wohl abhängig von der Zeitdauer der Massnahmen zur Eindämmung.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich habe vier Kinder zwischen 7 und 16 Jahren und bin alleinerziehend und ohne Partner. Das ist heavy. Normalerweise ist der Alltag geregelt mit Schule, Hort und Home Office. Auf eine solche Situation war ich nicht vorbereitet. Alle Kinder haben nun unterschiedliche Home-Schooling-Programne und brauchen Unterstützung.

In den Medien wird Home Office als Lösung angepriesen. Auch ich habe grösstenteils auf Home Office umgestellt. Aber Home Office heisst: ich ARBEITE von zuhause. Gleichzeitig muss ich kochen, Kinder betreuen etc. ich habe keine kleinen Kinder mehr, aber jeder, der auch Teenager hat weiss: Die Betreuung verändert sich, wird aber nicht unbedingt weniger. Ich empfinde das Konzept Home Office fast schon als missbräuchliche Lösung, besonders für Frauen.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Mein Leben war immer von Herausforderungen und Veränderungen geprägt. Es geht mir gut, aber ich muss momentan gleichzeitig gefühlte 100 Herausforderungen gleichzeitig meistern, während meine Tochter mit mir UNO spielen und der Kindsvater wegen Corona den Unterhalt kürzen will.

Darüber, wie es mir geht, denke ich nicht nach, das würde zur Frage führen: Wer bin ich überhaupt und wie lange noch. Dafür fehlt Zeit und Raum, «es» sprich ich muss funktionieren.

Wenn mich die Sorgen zu erdrücken scheinen, frage ich mich gemäss Eckhart Tolle: Do you have a Problem now? Nein, wenn ich nur den Moment nehme nicht. Und wenn ich meine Kids anschaue, ohne die Alltagsthemen, fühle ich mich gesegnet.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich hoffe, dass meine Kinder verstehen, dass all die Äusserlichkeiten, die ihnen vermeintlich Wert verleihen, schnell wertlos sind und das Wichtigste in einer Krise Familie und Freunde sind.

Patricia Widmer

Patricia Widmer,
Programme Head Women back to business

Wir haben bisher in unserem Team bereits im Home Office gearbeitet. Deshalb sind uns die Tools  bekannt und die Abläufe bereits eingespielt.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
Wir haben bisher in unserem Team bereits im Home Office gearbeitet. Deshalb sind uns die Tools  bekannt und die Abläufe bereits eingespielt. Einzig der Teamtag, an welchem wir uns persönlich sehen, fällt weg. Unser WBB Programme ist am Montag neu virtuell gestartet. Je nachdem wie lange die Krise dauert, kann es schon Auswirkungen auf unseren Bereich haben, denn oft wird bei Weiterbildung zuerst gespart.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Meine beiden Kinder sind bereits Teenager und sind durch die Schule sehr beschäftigt. Sie haben auf Teams Unterricht bzw. erhalten regelmässig einige Aufträge, die sie zu gewissen Deadline erledigen und abgeben müssen. Auch Prüfungen haben sie bereits virtuell über Teams gehabt. Grundsätzlich teilen sich mein Mann und ich die Arbeit zu Hause und auch die Kinder sind in einem Alter, wo sie mithelfen können.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Mir geht es eigentlich gut und ich fühle mich privilegiert, dass ich die Möglichkeit habe, von zu Hause zu arbeiten und dennoch so gut mit meinem Team in Kontakt zu sein. Natürlich macht man sich Gedanken über die Zukunft, weil die Unsicherheit so gross ist und niemand wirklich abschätzen kann, wie lange diese Krise andauern wird.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Im beruflichen Kontext hoffe ich, dass wir positive Aspekte aus der Krise herausziehen können. Z.B. mehr flexibles Arbeiten, mehr Home Office und evtl. sogar ein virtuelles Programm? Und ganz generell wünsche ich mir, dass die Menschen durch diese Entschleunigung wieder etwas bewusster leben und sich Zeit für die wichtigen Dinge im Leben nehmen.

Lukas

Lukas Böni,
Co-Founder Planted 

Hoffentlich wird in Zukunft zu deutlich weniger Meetings geflogen und vielmehr mit Videokonferenzen gearbeitet.

Was bedeutet Covid-19 für Dich?
In einem Lebensmittel produzierenden Betrieb wie bei unserem ist das schon eine Herausforderung. Die Produktion wurde komplett re-organisiert, läuft aber auf Hochtouren. Alle anderen machen Home Office. Für ein noch junges Unternehmen ist die reduzierte Interaktionszeit schon schwierig. Das Team ist aber top motiviert und wir meistern es bis jetzt sehr gut.

Wie bist Du in Deiner Familie organisiert?
Ich schaue vormittags auf unsere Tochter und meine Frau nachmittags, während der oder die andere arbeitet. Mittagessen machen wir gemeinsam und beim Mittagsschlaf arbeiten beide. Ich dann zusätzlich noch Abends.

Hast du Existenz- und Zukunftsängste?
Angst habe ich keine, aber das Klopapier wird schon langsam knapp.

Was wünschst Du Dir für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir, dass das Gute bleibt. Viele Leute realisieren wohl, dass man den Arbeitsalltag auch anders gestalten kann, vor allem wenn viele es plötzlich auch so machen. Konkret heisst das beispielsweise, dass hoffentlich in Zukunft zu deutlich weniger Meetings geflogen wird und vielmehr mit Videokonferenzen gearbeitet wird.